Mittwoch, 30. Juni 2010

GEDANKENGUT VIII

"Im Zeitalter der Globalisierung ist der Handel zur neuen Gottheit geworden, an die man glauben soll."

Montag, 28. Juni 2010

NEUES AUS DEM KONSUMPF

Heute habe ich wieder einen interessanten Artikel auf meiner derzeitigen Lieblingsseite gelesen (http://www.konsumpf.de/?p=8084).
Der Text zeigt anhand von einigen Beispielen, in was für einer Gesellschaft wir leben.
Hier bei mir gibt es nur ein paar Auszüge aus dem Text. Im KonSumpf gibt es den ganzen Artikel und einige weiterführende Links.

„...9% aller deutschen Kindergeburtstage werden inzwischen bei McDonald’s gefeiert...“

"...Wenn Rücksichtslosigkeit und egozentrische Selbstverwirklichung das moderne Credo darstellen, dann kann es nicht verwundern, dass auch die zukünftige „intellektuelle Elite“ oft einen eindimensionalen, karrierefixierten und eigennutzenmaximierenden Weg einschlägt. Auf Spiegel Online schildert Klaus Werle in „Karriere, Karriere, Knick“ den bedrückend flachen geistigen Horizont der heutigen Studentengeneration:..."

"...Zu diesem Gesellschaftsbild passen natürlich auch die Casting-Shows, die bei vielen Menschen die Illusion erzeugen, man könne es auch heutzutage noch vom Tellerwäscher zum Millionär schaffen – statt etwas zu können, muss man eigentlich nur als medialer „Star“, als VIP Liebling der Massen werden und hat dann seine paar Monate Ruhm. Dafür lassen sich Kandidaten demütigen und vorführen, und Millionen von Fernsehzuschauern sehen sich dieses televisonäre Äquivalent zu Erbrochenem auch noch Woche für Woche an..."

GEDANKENGUT VII

"Es geht nicht darum den Menschen der dritten Welt mehr zu geben, sondern darum ihnen weniger zu stehlen."
Jean Ziegler in der Geist des Geldes.

Samstag, 26. Juni 2010

GEDANKENGUT VI

"Ein Mensch benötigt zum Leben etwa 2500 Kilokalorien, ein paar Liter Wasser und etwas Sauerstoff. Er benötigt das jeden Tag, in jedem Jahr. Er braucht nicht morgen mehr als heute und übermorgen noch mehr. Warum muss das anders sein, wenn es um Unternehmen und Konzerne geht? Warum muss Opel immer mehr Autos verkaufen? Warum brauchen wir immer mehr Besitz, mehr Gewinn?
Warum brauchen wir unbedingt Wirtschaftswachstum?"

"Einst war der Kapitalismus ein großer Wohlstandserzeuger, heute ist er, zumindest in den Industrieländern, eine große Arbeitsbeschaffungsmaßnahme."

Besonders pregnante Auszüge aus einem Artikel den ich bei "Zeit-Online" gefunden habe.

Hier der Link: http://www.zeit.de/2009/22/DOS-Wachstum

KKK - DAS LUNATIQUE

Die Kieler Woche neigt sich dem Ende. Schade sagen viele - ich sag: endlich! Es ist Samstag und ich musste dann heute meine Wohnung doch malwieder verlassen, trotz menschenüberfüllter Straßen. Also bin ich samt Laptop, Zeitschriften, Buch und ein paar Euro losgezogen auf der Suche nach einem Plätzchen, wo ich was trinken kann und ein wenig im Internetz hermstreunen kann. So hat es mich dann ins Lunatique verschlagen, Teesalon und Kakaobar.
Sekunden nachdem ich bei einen netten jungen Dame einen frischen Himbeer-Minzsmoothie bestellt habe, war ich auch schon mit einem TNG-Hotspot verbunden. Und zack - mein Smoothie war auch schon fertig; garniert mit einem Minzblatt und ein Glas Leitungswasser dazugereicht. Der Smoothie ist schön kalt (da er aus tiefgekühlten Himbeeren ist, was ich vollkommen ok finde) und lecker auch wenn die Minze Pfefferminze ist, was allerdings hervorragend passt.
Das Ambiente finde ich klasse. Was stört, ist der Geräuschkulisse der Straße. Aber darüber lässt sich hinwegsehen. Denn sonst macht alles einen sehr ruhigen und entschleunigten Eindruck.
(Oh großer Pluspunkt es läuft gerade La Roux "In for the Kill" - ich muss kurz inne halten und den Moment genießen und aufsaugen und es folgt "Tigerlily" - mein Lieblingslied. Sie spielen das ganze Album. Ich bin glücklich.)
Ich fühle mich hier wohl. Es ist ein geordnetes Durcheinander. Ich sehe Teegeschirr, Kochbücher, Zeitschriften, T-Shirts, allerhand KrimsKrams, Taschen, Uhren mit den Zeiten von Kiel, Bombay, Kyoto, Atlantis, Paris, Beijing, einen großen Kühlschrank (der kaputt ist) mit feinsten Erfrischungsgetränken (Fritz Kola und Limo, Club Mate, Bionade und viele weniger bekannte - aber keine CocaCola oder ähnliche Massenware), Sitzsaäcke und -kissen, Kekse, Muffins, Tee, Kaffee, Herzhafte Kleinigkeiten, ein Schild auf dem "Suppe heute: Kartoffel-Safran - 3,50€ steht, ein in die Wand eingelassenes kleines Aquarium und die Wand hinter der Theke an der 90 einzeln durchnummerierte orangene Kaffedosen stehen.

Was hat es mit diesen Dosen auf sich? Ich hab gerade mal nachgefragt. In 57 davon verstecken sich verschiedene Teesorten. Wahnsinn. Also wenn das kein Teesalon ist! Die restlichen 33 warten noch auf neue Teesorten. Außerdem habe ich mir ein Flagij bestellt, ein Fladenbrot mit Oliventapenade, roten Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten, Pfeffer, Balsamico, Salat, Chorizo und Basilikum. 2,90€ soll das ganze kosten - ich bin gespannt.
Das Flagij ist da - er ist das was ich haben wollte und erwartet habe. Ein schlichtes mediterranes belegetes Brötchen. Nach dem Crunch des Brotes folgt eine Wechselspiel von Chorizo und Tapenade unterstützt von dem Rucola. Die Tomaten und der Rest halten sich eher im Hintergrund aber runden subtil das Geschmacksbild ab. Es ist schlicht aber doch sehr kreativ, gerade wenn man sich den sonst so einfalllosen Einheitsbrei von Steiskal und Konsorten anschaut. Das Flagij reiht sich in den sehr positiven Gesamteindruck des Lunatique voll und ganz mit ein. Jetzt möchte ich wissen, wie die Suppe schmeckt. Aber ich bin satt und habe viel mehr Lust auf etwas Süßes. Empfehlung und Klassiker ist der Erdbeer-Joghurt Muffin. Den nehm ich und dazu eine "Elixia - Myrtille", eine Limonade mit Blaubeere. Die Limonade ist sehr süß und schmeckt vor allem nach Aroma, mir fehlt Säure. Nicht mein Geschmack. Der Muffin ist lustig. Er erinnert mich an irgendetwas ... Yogurette... es sieht tatsächlich so aus bzw. schmeckt so, als wären in dem Muffin kleine geschmolzene Yogurettestückchen. Ja, genauso schmeckt es. Sicher bin ich mir aber nicht ganz. Ich trau mich auch nich zu fragen. Aber trotz Yogurette gefällt mir der Muffin. Er ist auch selbstgebacken und kommt für nur einen Euro sehr üppig daher.
Ich bin entzückt. Ich werde noch ein wenig sitzenbleiben und lesen. Aber ich werde wiederkommen und dann probier ich die Suppe und noch ganz viele andere Sachen aus, für die in meinem Bauch heute kein Platz war!

Mittwoch, 23. Juni 2010

ECONOMIC HIT MEN

Economic Hit Men (Link zum konSumpf)

Ein sehr sehenswertes Filmchen zum Thema der sogenannten "Economic Hit Men". Weitere Erläuterung im Film und im konSumpf.

GEDANKENGUT V


Montag, 21. Juni 2010

GEDANKENGUT IV

"Ohne Schnurrbart ist ein Mann nicht richtig angezogen."

Salvadore Dali

HURRICANE - H&M - AIDS - KINDERARBEIT - SHOPPINGWAHN

Als ich am Samstag so auf dem Hurricane-Festivalgelände herumlief, fiel mir ein knallbunter aüßerst hipp aufbemachter H&M-Stand auf. Da es dort Sitzgelegelegenheiten gab , die komfortabler als der staubige Wiesenboden waren, hab ich mir dort einfach mal eine kleine Pause gegönnt. Nachdem ich verschnauft hatte, schaute ich mich ein wenig rechts und links von mir um und da drängte sich mir eine Frage auf: Warum ist denn eigentlich H&M auf dem Hurricane-Festival? Als ich ein wenig genauer hinschaute und all die jungen Mädels sah, hatte ich auch schon die Antwort auf meine Frage - natürlich! Um Klamotten verkaufen. Die jungen Damen waren alle geradezu begeistert davon, dass sie selbst auf dem Hurricane shoppen konnten. Da muss man H&M wirklich loben, schlauer Schachzug. Und nicht nur dass sie diese äußerst lukrative Nische besetzt haben; nein, der absolute Clou kommt erst noch. Sie treten nicht mit ihrem normalen Sortiment auf, sondern mit ihrer neuen "Fashion Against Aids - Festival Collection", für die u.a. so populäre Berühmtheiten wie Rihanna und Timberland ihr Gesicht gegeben haben. Von den erzielten Erlösen werden laut H&M 25% gespendet. Daumen hoch würd ich sagen. Engagement für die AIDS-Prävention ist ohne jeden Zweifel gut.
Es sollte einem jedoch klar sein, dass das Unternehmen H&M vor allem Gewinne maximieren möchte. Marketingtechnisch ein voller Erfolg! Die jungen Leute die selbst auf einem Musikfestival Klamotten kaufen möchten, sind natürlich begeisert. Sie kriegen die gewohnt billige H&M-Massenware zu unschlagbar günstigen Preisen, können ganz besonders hipp übers Festival hüpfen und obendrein tun sie auch noch etwas Gutes und können das jedem mit großen bunten Aufrdücken auf den Klamotten unter die Nase reiben - so macht Gutmensch sein richtig Freude!
Dass H&M wegen Kinderarbeit und Nichteinhalten von Verhaltenskodices in Produktionstätten und bei Baumwollerzeugern immer wieder scharf kritisiert wird, ist natürlich weniger schön aber davon will man auf einem Wochenende voll Spaß und auch sonst beim Shoppen nichts wissen. Es soll schließlich Spaß bringen und es wäre unbestritten vielzu anstrengend, sich mit den Dingen die man mal eben zwischen zwei Konzerten wegkomsumiert wirklich zu beschäftigen.
Es lebe der Konsum - Oh und Kondome aufblasen ist auf Festivals noch viel lustiger als sonst wo!

Dienstag, 15. Juni 2010

GEDANKENGUT III

"Echte Freunde erkennst du daran, dass sie dich in Frage stellen"

Montag, 14. Juni 2010

GEDANKENGUT II

"Als Küche bezeichnet man sowohl einen Raum mit Tisch, Wasserstelle und Wärmequellen, als auch die Kunst, die Lebensmittel zu lagern, zuzubereiten und zu kochen. Es gibt einige Autoren, die sie als Sprache bezeichnen: sie besitzt die Worte (die Produkte, die Zutaten), die sich nach den Regeln der Grammatik (den Rezepten), der Syntax(den Menüs) und der Rhetorik (den Tischsitten) zusammenfügen. Wie die Sprache, enthält und drückt die Küche die Kultur derer aus, die sie ausüben und ist der Hüter der Traditionen und der Gruppenidentität. Sie entwickelt ein Selbstbild und kommuniziert auf eine stärkere Art als die Sprache selbst, weil die Nahrung direkt zu unserem Organismus gehört: die Nahrungsmittel der anderen zu essen ist leichter und direkter als deren Sprachezu sprechen. Aus diesem Grunde ist die Küche der beste Ort des Austauschs und wechselseitigen Einflussnahme."

Carlo Petrini in "Gut, Sauber & Fair Grundlagen einer neuen Gastronomie"

SO MAG ICH ES...


Ein schöner Tag nimmt seinen Lauf und beglückt mich mit einem feinen Mittagessen:
Bratwurst von der Hofschlachterei Muhs mit Spitzkohl, roten Zwiebeln, Peperoni, ein paar Kartoffelwürfeln und frischen Datteltomaten. Gewürzt mit etwas Senf, Knoblauch, Sojasoße, Melange Noir und Meersalz.
Und dazu ein Glas naturtrüben Altländer Apfelsaft vom Obsthof Meyer - so muss ein Apfelsaft schmecken.

VANILLE - DIE UNANGEFOCHTENE KÖNIGIN DER GEWÜRZE

Was bin ich verzückt! Ein wunderbarer Tag hat wunderbar begonnen. Geweckt wurde ich von einem Anruf, dass ich am Freitag meine neue regionale Milch geliefert bekomme (dazu wenn es soweit ist mehr).
Vor einigen Tagen hat es an meiner Tür geklingelt und ein kleiner Umschlag wurde mir von einem Boten überreicht. Ich hatte bereits eine vorfreudige Ahnung, was mich darin erwarten würde. Als ich den Umschlag öffnete und bevor ich einen Blick hineinwerfen konnte, wurden sämtliche Zweifel weggefegt - meine Vanille war da!
13 Schoten Bourbon-Vanille (der beliebte Klassiker den jeder kennt und liebt)
6 Schoten Tahiti-Vanille (unter Feinschmeckern durchaus bekannt und für das etwas blumigere Aroma geschätzt)
3 Schoten Pompona-Vanille (auch als Guadeloupe-Vanille bekannt ist eine Rarität und wird aufgrund der geringeren Erträge nur in sehr geringem Umfang angebaut, besticht aber durch ein einmalig blumiges Aroma, ähnlich dem der Tahiti-Vanille)
Der Gedanke, dass ich ein dekadenter reicher Sack bin, drängt sich bei der Menge an Vanille natürlich auf. ABER ich habe die Schoten direkt von dem Familienbetrieb Ranjanoro bzw. dem Erzeugerverband Gnev aus Madagaskar gekauft, der seine Schoten über das Internet direkt vertreibt. Da sämtliche Kosten für Zwischenhändler und die Profite für die Großunternehmen wegfallen, kann dieses Unternehmen unschlagbar günstig anbieten. Hätte ich die Schoten auf dem herkömmlichen Weg gekauft, hätte ich vermutlich ca. 130€ bezahlt. So beliefen sich meine Kosten auf 25€ inkl. Versandkosten. Und jeder Cent davon geht direkt dahin wo er hin soll - absolut fair und ohne Umwege. Der Verkaufsstandort in Deutschland wurde übrigens 2004 von Jeannot Ranjanoros Tochter selbst ins Leben gerufen.
UND: Das Unternehmen ist übrigens offiziell bio-zertifiziert!
Zurück zu meiner Vanille...als ich die Schoten heute zur Qualitätskontrolle aus ihren Röhrchen bzw. der Vakummfolie befreite, war ich überwältigt. Mit einem Mal war die ganze Wohnung von dem Duft frischer Vanille erfüllt. Solch ein intensives und pures Vanillearoma habe ich noch nicht erlebt! Wahnsinn! In einem rauschgleichen Zustand musste ich sofort etwas mit der Vanille machen. Das Naheliegendste und erste was mir in den Kopf kam, war einen eigenen Vanillezucker herzustellen. Gedacht - Getan! Also habe ich mir zwei Bourbon-Vanilleschoten vorgeknüpft und entmarkt...als ich die erste Schote längs aufgeritzt hatte, stockte mir der Atem.
Das Mark war derart feucht und frisch dass ich erstmal einige Minuten anfassen, riechen und genauer betrachten musste. Aus Rausch wurde Ekstase.
Wieder auf das Ziel besonnen, habe ich das Mark zusammen mit Bio-Rohrzucker mit dem Stabmixer fein vermahlen. Danach habe ich noch die grob geschnittenen Schotenreste mitzugegeben. In einigen Tagen bis Wochen wenn die Schotenreste hart und trocken sind werden sie auch noch fein mitvermahlen.

Übrigens hat das Posten diesmal deutlich länger gedauert - ich musste ständig das Tippen unterbrechen, um an meinen Fingern zu schnuppern und den süßen Duft der Königin zu kosten.

Für absolut alle hier der Link zur Vanille: http://madavanilla.de/

KONSUMPF: FORUM FÜR KREATIVE KONSUMKRITIK

Auf diese Seite bin ich soeben gestoßen. Habe bisher nur an der Oberfläche lang geschrammt, aber kann jetzt schon sagen - GROßartig!

Weitere Worte folgen am morgigen Montag...

Sonntag, 13. Juni 2010

THE GOOD LIFE 2008

In meinem heutigen Post möchte ich ein kleines Filmchen erwähnen, auf das ich zufällig vor ein paar Tagen im Internetz gestoßen bin. Es heißt "The Good Life" und handelt von einem Fischer und einem MBA, die ein sehr interessantes Gespräch führen. Seht selbst...

GEDANKENGUT I

"Du stehst nicht im Stau - du bist der Stau."

Samstag, 12. Juni 2010

KOJE FÜR MEINE GEDANKEN


Heute saß ich im Prinz Willy und aus meinem Kopf sprudelte wieder mal kreatives Wirrwarr. Wohin mit all den Gedanken. Ich muss sie einfangen und sie irgendwo sicher verstauen, damit sie mir nicht wieder davonlaufen - Lösung: ein Blog. Zusatznutzen: Bloggen ist angesagt und total hipp.
Aus einer Laune heraus entstanden, ist sie nun erschaffen, die Koje in der meine Gedanken wohnen. Zwar ist sie noch leer und recht ungemütlich, aber das soll sich alsbald ändern.