Dienstag, 13. Juli 2010

DIE OYA


Heute möchte ich euch noch eine Zeitschrift vorstellen! Die Oya - anders denken. anders leben. Vor ein paar tagen habe ich mein Probeheft erhalten und bin begeistert von der Zeitschrift. Es ist erst die dritte Ausgabe überhaupt. Die Oya gibt es nämlich erst seit Februar 2010 (entstanden aus der Vorgängerzeitschrift "KursKontakte").
Anhand einiger Auszüge aus der aktuellen Ausgabe sowie dem Geschäftsplan der Oya Medien AG möchte ich die Zeitschirft kurz charakterisieren. "Die Welt befindet sich in einem dramatischen Wandel. Breite Kreise der bevölkerung suchen neue Werte und erproben neue Denkhaltungen, die mehr und mehr von den erkennbaren Zielen von Wirtschaft und Politik abweichen. Der Implus für diese neue Wertentwicklung kommt aus der Zivilgesellschaft selbst. Die Triebkräfte sind Fragen nach dem richtigen Handeln, nach Sinn und Nachhaltigkeit, nach Selbstverwirklichung, Selbstentwicklung und Verbundenheit, nach eigenständiger Meinung jenseits des Mainstreams, nach einer ökologischen Lebensweise und mehr Gerechtigkeit sowie die Bemühung um eine aufgeklärte Spiritualität. Die Zeitschrift Oya will diesen wandel engagiert unterstützen: mit Berichten über positive Initiativen, Projekte, Netzwerke, Bürgerbewegungen und die vielen individuellen Lebenswege, deren Ziel eine neue Gesellschaft ist, die sich im Kontext der globalen Veränderungen der Förderung des Lebens verpflichtet." "Oya richtet sich an engagierte Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten und Altergruppen. Die Zielgruppe lässt sich am ehesten mit dem Begriff der Kulturkreativen beschreiben." "Die Kulturkreativen: - sind an Selbstverwirklichung, Selbstentwicklung und persönlicher Entfaltung interessiert, - wertschätzen und pflegen vielfältige Beziehungen, - vertreten in ihrem Wirkungsbereich holistische und kreative Werte, - engagieren sich für übergeordnete (gemeinsinnorientierte) Ziele, - streben eine ökologische, gesunde und nachhaltige Lebensweise ohne hedonismus an, - nehmen engagiert Anteil an der Welt, am Ganzen, - sind offen gegenüber fremden Kulturen, - bemühen sich um eine reflektierte Spiritualität, - erfahren sich als zu verantwortungsbewusster Partizipation aufgerufene Mitgestalter an der Zukunft des ganzen Planeten." "Geschenkt?! - Geschenkt! - Von der Fülle des Lebens aus betrachtet, ist alles, wirklich alles unbezahlbar. So auch die physische und geistige Arbeit , die in dieses Heft geflossen ist. Deshalb schenken wir sie Ihnen. Dabei ist Oya weder gratis noch umsonst. Am Anfang der Redaktionsarbeit stand unsere eigene Verzweiflung - über die Krisen und die Winzigkeit dessen, was heute grünes oder soziales Wirtschaften bewirken. Die Besinnung auf die Unbezahlbarkeit der Welt und Lebensfülle war der Schlüssel, neu über lebensförderndes Wirtschaften nachzudenken." "Freiheit - dieser Spur folgt Andreas Weber als Philosoph und Biologe: " Zunächst ist der Mensch ein Lebewesen; aus dem Netz der anderen Lebewesen (der Natur) hervorgegangen, ein biologisches Subjekt wie sie. Ein solches sucht eine balance zwischen zwei Extremen: dem der Freiheit, sich zu verwirklichen, und dem der Notwendigkeit, von Bindungen, die es eingehen muss, um in Ganzheit existieren zu können. Ein Organismus (schon der einfachste) hat die Freiheit, zu handeln, aber ist auf die Materie angewiesen, aus der er besteht (Bindung), von der er sích ernähren muss. Das "gute Leben" wird möglich, wenn die Notwendigkeit des Angewiesenseins zur Freiheit wird. Wenn also die Bindungen dazu dienen, die eigene Freiheit nicht einzuschränken, sondern zu fördern. In diesem Augenblick wird aus der Notwendigkeit ein Spiel. Man könnte also sagen: Das gute Leben ist ein Spiel. Ein Spiel aber ist niemals die Gier nach Effizienz, sondern lustvolle Verschwendung. Man könnte sagen: Das >gute Leben< ist Verschwendung. Beim Begriff "Verschwendung" zuckt das politisch korrekte ökologische Bewusstsein zusammen. Die Menschheit ist derart verschwenderisch mit den Ressourcen diese Planeten umgegangen - das gilt es doch einzugrenzen! Noch einmal Andreas Weber: Knappheit ist ein Mythos: Der Mythos einer Zivilisation, die nicht begreifen will, dass in der Natur Substanz sich durch Teilen vermehrt. Nichts Wesentliches ist von Natur aus knapp. Luft ist nicht knapp. wasser ist nicht knapp. Noch immer ist auch Nahrung, baute man sie richtig (ökologisch) an und verteilte die gerecht, nicht knapp. Gemeinschaft ist nicht knapp. Ein Ökosystem steigert von selbst seine Tiefe, Vielfalt, Bedeutung, Stabilität zum Wohle aller. Dabei werden die Ressourcen nicht gehortet sondern verprasst: Natürliche Wirtschaft ist eine Ökonomie der maßlosen Verschwendung.(...) Nicht Verschwendungssucht im Sinn von unbegrenztem Nehmen ist hier gemeint, sondern die Lust am verschwenderischen Geben!" "Was soll das heißen, " Wirtschaft ohne Tausch"? Veronika Bennholdt-Thomsen schreibt: "Kern unser aller Mittäterschaft ist das Gelddenken. das Geld selbst ist nur der geronnene, vergegenständlichte Ausdruck eines Denk- und Handlungsmusters: dem des Tauschs. Das Tauschmuster lautet (lateinisch): do ut des, ich gebe dir, damit du mir gibst - und nicht etwa: Ich gebe dir, weil du Hunger hast, weil du frierst, weil du unglücklich bist. Der Tausch verbindet die Menschen nicht, sondern trennt sie voneinander." "Das beste Kriterium für ökonomische Entscheidungen ist die Frage, ob sie die Fülle des Lebens vergrößern." "Die Abonnements bilden die wirtschaftliche Grundlage der Zeitschrift. Das Einzelheft von Oya kostet 6,-€. Das Abonnement für 6 Ausgaben liegt bei 36,-€. Für Interessierte mit nur geringem Verdienst gibt es ein um 10,-€ verbilligtes Abo, das jeder nach Selbsteinschätzung buchen kann. Finanzstärkere Leserinnen und Leser sind eingeladen, mit einem Förderabo von 60,-€ oder einem Schenkabo von 100,-€ zu unterstützen. Damit ermöglichen sie das vergünstigte Abonnement und sichern die Unabhängigkeit der Zeitschrift vom unsicher gewordenen Anzeigenmarkt in wirtschaftlich schwierigen Zeiten." So das soll als kleiner erster Eindruck der Zeitschirft reichen. Ich habe selbst erst 20 Seiten gelesen. Ich hoffe, der ein oder andere wird ein Probeheft bestellen und sich seinen eigenen Eindruck verschaffen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen