Montag, 29. November 2010

UMWELTSCHUTZ ODER REKLAMATIONSREDUZIERUNG

THE YES MEN FIX THE WORLD

In den letzten Wochen habe ich oft und viel über "The Yes Men" gelesen. Jetzt habe ich endlich die Zeit gefunden, mir mal den Film "The Yes Men Fix the World" anzuschauen.

Die Yes Men betreiben sogenanntes Adbusting, Culture Jamming oder Kommunikationsguerilla. Das Prinzip ist schnell erklärt: Die Aktivisten der Yes Men geben sich als Teil eines Unternehmens aus und verbreiten subversive Botschaften zu Ungunsten der Unternehmen aber zugunsten der Allgemeinheit. Im Film werden einige der größten "Streiche" der Yes Men auf sehr unterhaltsame Weise dokumentiert. Das Absurde ist, dass die Inhalte der gefakten Statements der Yes Men eigentlich plausibel und richtig erscheinen - die Yes men also quasi das sagen und tun, was die Unternehmen eigentlich tun sollten. So müssen die "Angeschmierten" anschließend dementieren, dass sie doch ihren meist menschenverachtenden Kurs beibehalten werden und marktkonform bleiben.
Folgende Sätze die die Yes Men einigen Ökonomen entlockt haben, treffen sehr schön den satirischen Humor, der in dem Film mitschwingt:
"Global warming is silly. It's not a serious issue.(...)Warmer is healthier and warmer is more pleasant. There are benefits to global warming: Cold related deaths will actually decrease, considerably."

Der Film ist vollkommen legal downzuloaden unter folgender Adresse (einfach rechts auf der Seite downloaden) http://vodo.net/theyesmen

Freitag, 26. November 2010

A MAN WHO GROWS A MO...

...is selfless and believes looking out for your fellow gentlemen is something you do, not something you must do. He is only content when all are content.

Mittwoch, 24. November 2010

"Die Gemeinwohl-Ökonomie ist eine wirtschaftliche Systemalternative zu kapitalistischer Markt- und zentraler Planwirtschaft. Tendenziell ist sie eine Form der Marktwirtschaft, in der jedoch die Motiv- und Zielkoordinaten des (privaten) unternehmerischen Strebens „umgepolt“ werden – von Gewinnstreben und Konkurrenz auf Gemeinwohlstreben und Kooperation.

In der Gemeinwohl-Ökonomie wird nachhaltiges, solidarökonomisches und demokratisches Unternehmenshandeln begünstigt statt - wie es heute der Fall ist - systematisch benachteiligt. Zudem wird die Marktkonkurrenz als einer der Treiber von Wachstum und Kosteneinsparungen zulasten von Mensch und Umwelt ersetzt durch eine “Kooperative Marktplanung.”

In dem gleichnamigen Buch  wird die Gemeinwohl Ökonomie im Detail besprochen. Ich werde das Buch wahrscheinlich in den nächsten Monaten mal lesen und anschließend berichten.

In folgendem Interview stellt Christian Felber das Konzept der Gemeinwohl Ökonomie kurz vor.



Aufmerksam geworden bin ich auf das Thema bei korrekte Klamotten bzw. im Konsumpf.

Montag, 22. November 2010

A MAN WHO GROWS A MO...

... is dedicated and true to the cause of fine moustachery. Aware of his responsibility to honour the moustache.

Freitag, 19. November 2010

GEDANKENGUT XXXIII

"Du musst nicht positiv denken, sondern positiv handeln."
B.M.A. Giurini, mein Freund und Nachbar

Donnerstag, 18. November 2010

A MAN WHO GROWS A MO...

.. leads a valiant life. Whether it be a solo adventure into unknown territories or a simple BBQ with friends, he extracts and revels in all that life has to offer.

Mittwoch, 17. November 2010

DARWINS ALPTRAUM

Mwanza, Tansania.
Ein russisches Flugzeug fliegt eine sandige Landebahn an. Der Funk ist wie fast immer kaputt. Man weiß sich aber zu helfen. Die meisten Flugzeuge landen und starten sicher. Die anderen nicht. In Sichtweite sind mehrere Flugzeugwracks zu erkennen. Aber trotzdem fliegen die riesigen Frachtflugzeuge die kleine Landebahn regelmäßig an. Der Nilbarsch (bei uns ironischerweise eher bekannt als Viktoriaseebarsch) ist der offensichtliche Grund. Der Fisch der in den 1960ern im Viktoriasee, dem zweit größten See der Welt, ausgesetzt wurde und das gesamte Ökosystem aus dem Gleichgewicht geworfen hat. Zwar hat die exportorientierte Fischereiindustrie dank des Nilbarsches einen Aufschwung erfahren, profitiert haben davon aber ausschließlich die westlichen Importeure sowie wenige große Industrieunternehmen. Die Fischer hingegen leiden in zweierlei Form unter der Dominanz des Nilbarschs. Erstens wurde von dem Nilbarsch ein Großteil der hiesigen Buntbarscharten ausgerottet, von welchen die Einheimischen abhängig waren. Und zweitens wurden sie in eine Abhängigkeit von Europa und Indusrie gezwungen, aus der es kaum ein Entkommen gibt. Der gefangene Barsch geht direkt in die großen Fabriken, wo die Menschen für einen Hungerlohn den Fisch weiterverarbeiten. Bei uns will man natürlich nur das Filet auf dem Teller haben. Was übrig bleibt, sind die Karkassen, welche noch vor Ort "entsorgt" werden. Entsorgt heißt in diesem Fall, dass Frauen und Kinder die Karkassen sammeln und an der Luft verwesen lassen, um sie anschließend zu kochen oder zu frittieren. Das bei der Verwesung frei werdende Ammoniak macht die dort arbeitenden Menschen sehr krank. Die fertigen Filets hingegen werden in spezielle Plastikbehälter gepackt, gefrostet und dann in den russischen Flugzeugen verstaut. Dann fliegen die Flugzeuge wieder nach Europa und versorgen unser eins mit Fischfilet. Was zurückgelassen wird, ist ein zerstörtes Ökosystem, ein auf Abhängigkeit basierendes, nicht nachhaltiges Wirtschaftssystem und Menschen, die jeglicher Lebensgrundlage beraubt wurden.
Das Ausmaß der Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung und Misere mit der die Menschen zu kämpfen haben, wird erst deutlich, wenn man in den Straßen und Gassen genauer hinschaut - Prostitution, von der auch zahllose Kinder betroffen sind, der allgegenwärtige Hunger und seine grausamen Folgen und Drogen, so schmelzen die Kinder in Mwanza die Plastikkunststoffe, in denen der Fisch verpackt ist, um Klebstoff zum Schnüffeln herzustellen, um sich zu betäuben und ihr Leben irgendwie ertragen zu können.
Und als sei das beschriebene Maß an Ausbeutung noch nicht genug, wird im Laufe der Dokumentation noch ein weiterer, noch viel dramatischerer Abgrund aufgetan.
Mich hat der Film absolut schockiert. Es wird wenig gesprochen und die Informationen, die geliefert werden, halten sich auch sehr in Grenzen. Was dominiert, ist die Macht der Bilder. Wenn man sieht, was für ein Leben die Menschen in Tansania ertragen müssen, bedarf es nicht vieler erklärender Worte. Mwanza ist ein Beispiel dafür auf welchem menschenunwürdigen Fundament unsere westliche, konsum- und profitorientierte Gesellschaft basiert. Der Film lässt einen alleine mit der bitteren Realität und beruhigt auch nicht mit tröstenden, hoffnungsvollen Worten als Happy End à la Hollywood, im Gegenteil. Denn für die einfachen Menschen in Tansania und vielen anderen Teilen der sogennanten dritten Welt ist ein Happy End leider noch nicht in Sicht.
Die Dokumentation ist in mehreren Teilen bei YouTube zu finden und natürlich in jeder gut sortierten Videothek zu finden .

Montag, 15. November 2010

DIE VANILLE IST DA!

Ja, endlich gibt es wieder frische Vanille. Da meine Vorräte dem Ende geneigt haben, war es an der Zeit, neuen Stoff zu ordern. Diesmal habe ich anlässlich der Vorweihnachtszeit gleich für mein gesamtes backendes Umfeld mitbestellt. So habe ich vor 2 Tagen 250g Bourbon-Vanille (Länge 21-22cm) geliefert bekommen. Schon als ich das Treppenhaus betrat und mich meinem Briefkasten näherte, konnte ich riechen, was sich in selbigen verbirgt. Inzwischen riecht auch meine ganze Wohnung nach Vanille und das obwohl ich die Tüte mit den 50 Schoten noch nicht einmal geöffnet habe.

Freitag ist dann der erste Termin wo "vorgeweihnachtet" wird und die Vanille ihren ersten Einsatz hat und auch die erste Patenschaft einiger Vanilleschoten von dem Gartenmädchen übernommen wird.
Danke Madavanilla!

A MAN WHO GROWS A MO...

...is a natural born leader. He steps up, shines and leads with confidence and style.

Samstag, 13. November 2010

VORWINTERLICHES KONSUMFEST

Am Sonntag, dem 7.11.2010 war es in Kiel ein weiteres Mal an der Zeit, unserem allmächtigen Götzen, dem Konsum zu huldigen. Man erkläre einfach einen stinknormalen Sonntag zum Verkaufsoffenen-Sonntag. Eigentlich ein Tag wie jeder andere(außer dass der heilige Sonntag normalerweise ein (relativ) konsumfreier Tag der Besinnnung und Erholung ist). Es gibt die gleichen Dinge, in den gleichen Geschäften, zu den gleichen Preisen. Nichtsdestotrotz strömten die Massen zu Hunderten in die Konsumtempel und erhofften sich dank des Konsums, die Befriedigung ihrer endlosen materiellen Gelüste.
Falls auch ihr beim nächsten sonntäglichen Konsumfest in eurer Region dabei sein wollt, findet ihr alle nötigen Informationen auf einer dieser tollen Websites:

http://www.verkaufsoffenesonntage.com/
http://www.sonntagsverkauf.net/
http://www.verkaufsoffenesonntage.info/

LISTEN UP, MO BROS !

Donnerstag, 11. November 2010

GEDANKENGUT XXXII

"Die materialistischen Eigentumsanhäufungen von heute sind der Sondermüll von Morgen."
gefunden auf "konsum-los", einem Blogprojekt einer jungen Studentin die genau wie ich einen Hang zum Reflektieren und Infragestellen hat

Montag, 8. November 2010

THEMA AMERIKA

Vor einigen Tagen habe ich mir die Dokumentation "Sicko" von dem bekannten amerikanischen Filmregisseur und Autor Michael Moore angeschaut. In dem Film beleuchtet Michael Moore auf gewohnt satirische Art das amerikanische Gesundheitssytem.
Für jeden von uns Deutschen, Europäern oder allgemein Bürger der westlichen Welt ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir staatlich krankenversichert sind (außer wir haben uns natürlich privat versichert). Wenn wir krank sind oder ein Leiden haben, gehen wir zum Arzt oder ins Krankenhaus. Bezahlen müssen wir im "Normalfall" nichts (außer die inzwischen vierteljährlich anfallende Praxisgebühr). So oder so ähnlich ist es überall in der westlichen Welt. Nur in einem Land ist es nicht so. Und zwar in einem kleinen Land, von nicht allzu großer Bedeutung - in den USA.
In den USA gibt es keine staatliche Krankenversicherung. Jeder muss sich selbst privat versichern - bzw. er kann sich auch einfach gar nicht versichern. In den USA sind über 50 Millionen Menschen ohne Krankenversicherung. Entweder weil sie es sich nicht leisten können und somit darauf "verzichten" oder weil sie es sich gerne leisten würden, aber keine Versicherung bereit ist sie zu versichern. Ja, wenn sie "krank" sind (oder eine von unzähligen Vorerkrankungen aufweisen), werden sie von Vornherein Schwierigikeiten haben, eine Versicherung zu finden. Wenn es der Fall sein sollte, dass keine Versicherung sie versichern will, dann müssen sie sämtliche Kosten für ihre Gesundheit aus eigener Tasche bezahlen. Und das ist quasi eine Sache der Unmöglichkeit. So kann es zum Beispiel sein, dass man mit 79 Jahren noch Vollzeit arbeitet, um sich seine Medikamente leisten zu können, oder man sich entscheiden muss, welchen Finger man nach einem Unfall wieder angenäht haben möchte, da man sich nur einen leisten kann (12.000 Dollar für den einen oder 60.000 Dollar für den anderen).
Zählt man nun zu den "Glücklichen", denen es möglich war eine Versicherung abzuschließen, steht man vor einem neuen Problem. Nun müssen die Behandlungen und Medikamente, die man benötigt, von der Versicherung bewilligt werden. Jede Bewilligung bedeutet für die Versicherung natürlich Kosten. Das oberste Ziel der Versicherungsunternehmen ist aber Kostenminimierung und Profitmaximierung. Also setzt man bei den Versicherungen alles daran, eine gewisse Ablehnungsquote einzuhalten. Die bei den Versicherungen angestellten medizinischen Gutachter werden dazu angewiesen, eine festgesetzte Ablehnungsquote einzuhalten. Es geht sogar soweit, dass die Gutachter mit der höchsten Ablehnungsquote mit Prämien belohnt werden. Sie werden also finanziell oder sogar karrieretechnisch dafür belohnt, dass sie Kranken, gar Todkranken Menschen ihre Behandlung oder Medizin verweigern und so schutzlos ihrem Leiden ausliefern.
Was für uns geradezu absurd und unmenschlich erscheint, ist in dem "Land of the Free" fest verankert und scheinbar auch kaum zu ändern. So ist auch jüngst Barack Obama traurigerweise kläglich an der Opposition und den Lobbyisten gescheitert. Er wollte eine Krankenversicherungspflicht einführen, nach der eben jeder US-Bürger verpflichtet ist, sich zu versichern. Opposition und Lobbyisten haben sich aber quergestellt und Obama ausgebremst. Weiteres zum Thema Obama könnt ihr euch in einer kurzen (28 Minuten) Reportage anschauen, die ich vor ein paar Tagen auf dem Konsumpf-Blog gesehen habe (danke dafür Peter :) ).
Am fassungslosesten hat mich bei beiden Reportagen die Reaktion der Gegner auf die Verstaatlichung des Gesundheitssystem gemacht: Sozialismus ist deren Schlagwort. Mehr Staat = Sozialismus! Das Gesundheitssystem sei nur der Anfang und ehe man sich versehe, regieren wieder Hitler und Stalin. Die Angst vor dem Sozialismus, das Feindbild des "kontrollierenden Staates" und das krampfhafte Festhalten an der "absoluten Freiheit" haben in den USA eine geraddzu groteske Form angenommen, welche eine Verbesserung der sozialen Zustände in den USA, mithilfe der Mittel des Staates unmöglich macht. Ja, es scheint zum jetztigen Zeitpunkt fast, als könnte es schon bald vorbei sein mit der Allmacht der USA. Das von den USA selbst ausgelobte Allheilmittel, die Liberalisierung, entpuppt sich gerade als tödliches Gift. Ganz so wie schon Paracelsus sagte: All Ding' sind Gift und nichts ohn' Gift; allein die Dosis macht, das ein Ding kein Gift ist.



Freitag, 5. November 2010

NACHTRAG: LIVE MY FOOD

Erfeulicherweis habe ich von "Lena" von Live my Food erfahren, dass es die Seite erst seit zwei Monaten gibt. Was wohl erklärt, warum die deutsche Community noch nicht allzu groß ist.
Ich hoffe sehr, dass die Seite noch ordentlich gute Publicity bekommt und ich dann bald viele Gäste aus aller Welt hier bei mir empfangen kann.

Donnerstag, 4. November 2010

GEDANKENGUT XXXI


„Ohne Schnurrbart gibt es keine Liebe.“
Guy de Maupassant

Mittwoch, 3. November 2010

LIVE MY FOOD - DAS KULINARISCH-SOZIALE NETZWERK

Ich habe kürzlich ein tolles Konzept im Internet entdeckt. Und zwar "Live my Food". Es handelt sich quasi um "Couchsurfing", nur dass der Schwerpunkt auf dem kulinarischen Aspekt liegt.

"Live my Food" ist ein kulinarisches soziales Netzwerk, das Menschen aus aller Welt im Rahmen der Einheimischen Küche zusammenbringt. Es ermöglicht allen, die es wünschen, sich um einen gedeckten Tisch mit Unbekannten zu treffen, sei es während einer Reise ins Ausland oder in seinem eigenen Land."
Ich habe mich heute mal als "Gastgeber" registriert und mein Profil angelegt. Ich bin mal gespannt, ob tatsächlich jemand Kontakt aufnehmen wird. Mein Gefühl sagt mir allerdings, dass die Seite irgendwie noch nicht so ganz in Schwung gekommen ist (zumindest hier in Deutschland). Ich bin bisher zum Beispiel der einzige registrierte Kieler und in Hamburg sind auch gerade mal zwei "Foodies" registriert. Komisch eigentlich, da "Live My Food" bereits in der "essen&trinken" und der "Effilee" präsentiert wurde.
Naja ich find das Konzept klasse und stelle mir das grandios vor wenn die Community richtig groß wäre - Ich habe Lust essen zu gehen. Ich gehe aber nicht ins Restaurant, sondern gehe auf "Live my Food" und klicke mich durch die dutzenden Gastgeber in meiner Stadt und suche mir den aus, der am ehesten meinen aktuellen Präferenzen entspricht. Und ein paar Tage später sitze ich bei fremden Menschen aus meiner (oder einer anderen) Stadt am Tisch und lasse mich bekochen. Was für eine romantische, gesellige, für mich schon fast märchenhafte Vorstellung. In solch einer Stadt bzw. Welt würde ich sehr gerne leben.
Wenn es euch genauso geht, dann besucht "Live My Food" und registriert euch einfach mal und vielleicht sitzt ihr ja schon bald in meinem "Atelier" und genießt ein raffiniertes Mahl.

Montag, 1. November 2010

SOZIALPHILOSOPH ANDRÉ GORZ ÜBER UNSERE GESELLSCHAFT, WACHSTUM UND KONSUM

Sieben Minuten anregende Worte!