Donnerstag, 30. Dezember 2010

PLASTIKSACKERLVERBOT NUN AUCH IN ITALIEN

"Wer nächstes Jahr nach Italien fährt, um einzukaufen, bekommt kein Plastiksackerl mehr. Ab 1. Jänner gilt ein Gesetz, das die Herstellung und den Verkauf verbietet. Nur noch Umweltfreundliches ist erlaubt.
"Basta buste" - aus mit dem Plastiksackerl - titeln derzeit die italienischen Zeitungen. Ab 1. Jänner verbietet ein italienisches Gesetz die Herstellung und den Gebrauch von "buste di plastica". 200.000 Tonnen - etwa 20 Milliarden Sackerln - werden davon jährlich in Italien produziert, besser gesagt: Sie wurden produziert.
Das Plastiksackerl-Verbot wurde bereits 2006 beschlossen und tritt jetzt in Kraft. Anlass dafür war unter anderem das Müllchaos in Neapel und natürlich die Umweltbelastung. Italien ohne kleine weisse Plastiksäcke ist zwar vorerst für viele - auch für die Italiener selbst - unvorstellbar, das Gesetz macht aber Sinn: Bis ein Plastiksack verrottet ist, dauert es nämlich bis zu 400 Jahre.
"Erfunden" haben die Italiener das Verbot der Plastiksackerl nicht: In Frankreich sind diese bereits verboten und auch in Australien, San Francisco und in China gilt ein Plastiksackerl-Verbot."
Quelle

OB KIEL ODER FLENSBURG - ICH MAG DEN WINTER

Ich bin wieder zurück in Kiel und morgen abend um null Uhr werden wir uns alle vom Jahr 2010 verabschieden; der Abschied vom Winter und dem Schnee liegt wohl noch einige Wochen in der Zukunft. Deswegen will ich die Zeit nutzen, um meine Sichtweise der Wetterlage darzulegen.
Zweifellos, es ist, gerade die letzten Tage, schweinekalt draußen. Und überall, ja wirklich überall, liegt Schnee. Aber wer sagt denn, dass das schlecht ist, oder ungewöhnlich. Es ist Winter, da fällt schonmal Schnee und kalt kann es auch werden - das sollte nicht verwundern. Es ist gerade mal 10 Monate her, da hatten wir fast genauso viel Schnee, wie wir jetzt haben. Aber es scheint so, als würde sich keiner mehr daran erinnern. Ich erinner mich. Und ich erinner mich auch daran, dass, als ich klein war, es jedes Jahr Schnee gab - mal mehr mal weniger.
Kann das sein? Jedes Jahr Schnee und Kälte? Steckt da eine Art System hinter. Wer weiß, vielleicht kommen irgendwann in ferner Zukunft einige ausgefuchste Wissenschaftlwer hinter das Mysterium, warum im Winter Schnee fällt und es kalt wird.
Bis dahin bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als es einfach so hinzunehmen und uns damit zu arrangieren. Ich finde, es ist "doof" den gesamten Winter über schlechte Laune zu haben, übers Wetter zu schimpfen und sich den Frühling und den Sommer herbei zu wünschen. Davon geht die Zeit auch nicht schneller vorüber, im Gegenteil. Man müsste jedes Jahr 2-4 Monate erdulden, die von übler Laune geprägt sind. Das muss doch nicht sein. Versteifen wir uns doch nicht auf die negativen Seiten des Winters, (die einem ja leider auch von den Medien rund um die Uhr ins Geischt gerieben werden) sondern erfreuen uns an seinen positiven Seiten.
Wenn es draußen fröstelt, kann es drinnen umso schöner sein: Kamin, Kerzen oder Heizung an, ab unter die warme Decke, einen heißen Tee, Kaffee, Kakao, Punsch oder Glühwein schlürfen, ein Buch lesen, Suppe, Eintopf, Kohl kochen, basteln, Weihnachtsvorbereitungen, etc - in der Wohnung fühlt man sich doch sau wohl, wenn es draußen wintert.
Und wenn man dann mal raus muss, bedarf es auch nur ein paar grundlegende Dinge zu beachten, um den Winter in voller Nähe genießen zu können: viele warme Schichten Klamotten, festes Schuhwerk, Wollmütze, Handschuhe und los kanns gehen. Und wenn man sich dann mal die Ruhe und die Zeit nimmt, nicht nur die matschigen viel befahrenen Straßen auf dem Fußgängerweg zu begleiten, sondern mal abschweift von den herkömmlichen Routen, dann bietet einem der Winter eine ungeahnte Schönheit. Denn der Winter kann, genau wie jede andere Jahreszeit, auf seine ganz eigene Art und Weise glänzen. Und das tut er dieses Jahr ganz besonders. Hier nur eine klitze kleine Auswahl an Impressionen aus Flensburg.
Also - geht raus und genießt den Winter in all seiner Pracht, die er uns gerade bietet.

Dienstag, 28. Dezember 2010

M-Ü-L-L: FRISCH AUF DEN MÜLL TEIL 2

So heute folgt dann der zweite Post zum Thema Müll, im Fokus diesmal Lebensmittelabfälle.
Als komfortablen Einstieg in die Thematik habe ich die Dokumentation "Frisch auf den Müll" in drei appetitlichen Häppchen à 15 Minuten verlinkt. In der Dokumentation geht es um den Umgang mit unseren Lebensmitteln und den anfallenden Lebensmittelabfällen. Es zeigt den absurden IST-Zustand auf, aber ebenso Möglichkeiten in Richtung SOLL-Zustand.
Besonders prägnant fand ich folgende kurze Wortschnipsel:
"Das (eine Packung Bohnen) kommt aus Kenia. 10.000km um die Welt gereist um im Müll zu landen. Das ist die Welt"
"Alle deutschen Haushalte schmeißen hochgerechnet Lebensmittel (die noch nicht verdorben, sondern genießebar sind) im Wert von 20 Mrd. Euro weg, das entspricht dem Jahresumsatz von ALDI."
"500.000 Tonnen Brot werden jedes Jahr in Deutschland weggeschmissen."
"Die Lebensmittel der Welt würden reichen, um alle Hungernden der Welt dreimal zu helfen."


Der Film führt ein weiteres Mal vor Augen, dass unser gesamtes System in dem wir im Moment leben und an das wir glauben, an sich selbst erkrankt ist und das wir es dringend therapieren müssen. In allen Bereichen müssen wir an der Genesung arbeiten, jeder in seinem Bereich, in seiner Reichweite, in seinen Möglichkeiten.
Ein ganz wichtiger Schritt ist die Sensibilisierung und das Schaffen eines Bewusstseins. Den ersten Impuls für so etwas kann vielleicht schon eine Dokumentation wie diese ermöglichen, wenn man sich auf das gezeigte einlässt und es nicht einfach nebenbei "wegkonsumiert".

Das Portal Taste the Waste, das sich der Bekämpfung der Lebensmittelverschwendung zum Ziel gesetzt hat, bietet weiterführende Informationen und aktuelles zum Thema Müll und allem was dazu gehört.
Den Anschein, dass eine schlichte Doku wie diese schnell, viel bewirken kann, macht es wenn man diese Schlagzeile liest: Erste Erfolge: NRW sagt Lebensmittelverschwendung den Kampf an

Montag, 27. Dezember 2010

GEDANKENGUT XXXVIII

"Lebt langsam!"
Mein Vater, vor wenigen Minuten als Gute-Nacht-Spruch

UND NOCHMAL WEIHNACHT...

 So...Weihnachten ist nun nach drei Tagen der geballten "Familien-Power" vorbei. Ich bin satt und müde. Mein letzter Weihnachtsgruß sollen diese zwei Fotos sein:
Erstens: Unser geschmückter Baum, an dem sich ein Lebkuchenherz (gebacken von meinem oft erwähnten und heiß geliebten Gartenmädchen) besonders hervor tut.
Und Zweitens: Eine Flasche Flens...äh...nein nicht ganz...es ist eine Mettwurst vom Flensburger Schlachter Jepsen mit Flens verfeinert und in netter Verkleidung.

Samstag, 25. Dezember 2010

WEIHNACHTSMENÜ

Nun mehr zum dritten Mal bin ich für das Weihnachtsessen am 25. Dezember zuständig. Vor letztes Jahr gab es Rehrücken, letztes Jahr ein Rückenstück vom Ibérico Schwein und dieses Jahr habe ich bei Dinses Culinarium (in Kooperation mit Genusshandwerker) eine Hohenloher Bauerngans bestellt. Zugesichert hat man mir am Telefon, als ich die Gans bestellt habe, dass sie am 23.12. kommen würde. Wegen der chaotischen Zustände auf den Straßen kam sie aber nicht. So musste ich/wir bis zum 24.12. bis Mittags bangen, ob wir überhaupt rechtzeitig die Gans bekommen - aber sie kam dann doch, zum Glück. Um alles heute Mittag zu 13 Uhr auf den Tisch zu bringen, habe ich bereits gestern Abend mit den Vorbereitungen angefangen und heute hieß es für mich um 7 Uhr, raus aus den Federn und ab in die Küche für die nächsten 6 Stunden. Abgesehen vom frühen Aufstehen könnte ich mir nichts Schöneres vorstellen, als so fürstlich für geliebte Menschen zu kochen.
Nun zum Essen selbst: Als Vorspeise gab es eine Schwarzwurzel-Vanille Suppe ( inspiriert vom Gartenmädchen)

Als Hauptspeise gab es, die Hohenloher Gans gefüllt mit einer Masse aus Maronen, Graubrot und Rosinen, eine Maronensoße, dazu Rotkohl mit Cranberries und Glühwein abgeschmeckt und Serviettenknödel, mit Pumpernickel, Lauch und Thymian aufgemotzt.
Und als Dessert gab es (erst abends, da alle Pappsatt waren von der Gans) eine Interpretation des Bratapfel, auf die ich besonders Stolz bin. Im Detail bedeutet das, eine Praline aus einem Teig mit Apfelstücken, Rosinen und Gewürzen, in dessen Mitte sich jeweils eine in Rum getränkte Marzipankugel befand, die vor dem Servieren paniert und in Fett ausgebacken wurde. Die gebackenen Pralinen wurden in kalter Vanillesoße serviert.
Ich hoffe, ihr hattet auch zwei kulinarische Feiertage und dass ihr ordentlich geschlemmt habt.

Freitag, 24. Dezember 2010

WEIHNACHTSGRUß

Es ist Weihnachten. Draußen auf den Straßen und drinnen in den gut geheizten Häusern. Ich finde es (nach wie vor) klasse, dass draußen so so viel Schnee liegt. Ich mag Schnee. Zu Winter gehört Schnee, zu Weihnachten noch viel mehr. Hier im nördlichsten Norddeutschland ist das eine absolute Rarität. Als Kind wäre ich im Dreieck, nein sogar im Sechseck gesprungen und hätte jede freie Minute bis zur Bescherung mit meinen Brüdern draußen am Rodelberg im Volkspark verbracht. Denn so einen phänomenalen Rodelberg, wage ich zu behaupten, gibt es in ganz Norddeutschland kein zweites Mal. Leider waren wir aber dieses Jahr nicht rodeln - es sprachen doch einige Gründe dagegen: Kein Schlitten, kein festes Schuhwerk, keine Schneeklamotten und irgendwie fühlt man sich alberner Weise doch zu "alt". Vielleicht beim nächsten Schnee. Trotzdem finde ich das Wetter klasse. Was ich aber nicht klasse finde: dass manche Menschen aufgrund des Wetters und der daraus resultierenden chaotischen Zustände Weihnachten nicht mit ihren Familien verbringen können oder gesundheitliche Schäden davongetragen. Aber zurück zum positiven, ab ins Warme, ins traute Heim.
Wir, meine Eltern, meine Brüder und ich, sind besinnlich beisammen, haben gerade ein wenig beschert und haben "Schnittchen" (wie es bei uns Tradition am heiligen Abend ist) gegessen. Es läuft ohnehin alles, wie es jedes Jahr zu Weihnachten läuft, alle Bräuche und Rituale, die sich bei uns bewährt haben, werden auch gepflegt. Das ist für mich an Weihnachten eine ganz ganz wichtige Sache. Es stiftet Identität und gibt mir Halt. Ich bin froh, dass die Dinge hier in meinem Zuhause und bei meiner Familie so sind, wie sie sind und dass ich mich darauf verlassen kann, dass sie auch so bleiben. Und ich möchte an Weihnachten nicht an all das Schlechte in der Welt denken. Nein, Weihnachten gehört mir und meiner Familie. Ich möchte lieber die Nächstenliebe, die sich viele nur für Weihnachten aufheben, die anderen 362 Tage im Jahr in Gedanken und Taten pflegen.
Jetzt muss ich mich verabschieden, denn "Kevin allein' zu Haus" fängt an (mein Lieblingsfilm).

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein besinnliches, warmherziges Fest mit euren Liebsten.
Von Herzen Moustachio...

Mittwoch, 22. Dezember 2010

GEDANKENGUT XXXVII

"Ein wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vornherein ausgeschlossen erscheint." 
Albert Einstein

Dienstag, 21. Dezember 2010

M-Ü-L-L: VIER BUCHSTABEN / VIELE FRAGEN / WENIGE ANTWORTEN / TEIL 1

Es ist Wahnsinn. Ein Thema, das seit Wochen durch meinen Kopf spukt und in mir sehr "vielfältige" Emotionen hervorbringt, ist "Müll". Ich bin inzwischen an den Punkt gekommen, an dem ich mir immer öfter die Frage stelle:"Was ist Müll?" Was mir klar geworden ist: Müll ist ein künstliches Konstrukt des Menschen, das in unserer gegenwärtigen Gesellschaft auf eine geradezu groteskte Art und Weise auf die Spitze getrieben wird. Die Natur kennt keinen Müll. Die Natur recyclt, zu 100%, die Natur kennt kein Wegwerfen oder Downcycling. Diese Dinge haben wir erfunden. Es ist vollkommen idiotisch Müll zu produzieren. Es ist Verschwendung in seiner sinnbefreitesten Form. Es wird ein "Ding" vollkommen egal welcher Natur es ist, quasi als tot oder sinnleer angesehn und dann einfach "weg"geworfen. Wo ist dieses "weg"? Fakt ist es gibt kein "weg". Dieses Konstrukt des Abfalleimers, dessen Boden quasi ein schwarzes Loch ist, das alles einfach verschluckt, wenn man es darin versenkt, entspricht nicht der Realität. Das weiß jedes Kind. Aber trotzdem gehen wir so mit unserem Müll um und machen uns kaum Gedanken darum. Aus den Augen aus dem Sinn. Ob Coffee-to-Go-Becher, Plastiktüte oder sonstige Dinge deren Schicksal schon vor dem Gebrauch festgelegt ist - das schnelle Ende im Mülleimer. All diese Dinge sind scheinbar so billig, dass wir glauben, wir könnten es uns leisten, sie so sorglos zu behandeln. Das Problem ist auch hier wieder, dass wir selbst die Kosten nicht unmittelbar spüren und zahlen müssen. Denn für uns gilt tatsächlich, aus den Augen aus dem Sinn. Aber nicht für die Umwelt und auch nicht für diejenigen die unmittelbar von unserem Müll betroffen sind.
Auch für mich ist es noch größtenteils ein Mysterium, wohin es, den von mir eigens produzierten "Müll", verschlägt. Was ich bereits weiß ist: 1. Plastik wird uns alle überleben. 2.Es kann meist nur zu einem geringen Anteil recyclt werden, wenn es überhaupt recyclt wird. 3. Der Rest schwimmt die nächsten paar hundert Jahre durch unsere Ozeane und zerstört unsere Ökosysteme.(dazu nochmal die Fotostrecke Midway von Chris Jordan) 4. Die lokale Mülldeponie hat ausgedient. 5. Große Mengen unseres Mülls werden in die dritte Welt verschifft und dort abgeladen, entschieden hat das der "freie Markt".
Zum Thema Müll schreibt auch Simplicita von konsum-los:
"Vielleicht gerade, weil es so sehr im Verborgenen liegt. Es findet kaum Gehör, ist nicht so trend-tauglich wie FairTrade und alles andere als sexy. Müll steht bei vielen Menschen ganz oben auf der Verdrängung Hitliste der unangenehmen Themen. Er ist die die Kehrseite unseres Ressourcenverbrauchs, geschickt getarnt in Säcken und Tonnen. Das was wir diesem Planeten täglich an Bürde hinterlassen. Weißt du wohin dein Müll gebracht wird, nachdem die Tonne entleert ist? " - in dem selben Post ist auch ein toller Clip von der Umweltaktivistin Julia Butterfly verlinkt, die sehr schön unser Verhältnis zum Müll, zur Natur etc. darstellt.

Dass in den Massenmedien lieber über Reißerthemen berichtet wird oder diese erst künstlich geschaffen und aufgebauscht werden, ist ja nichts Neues und so überrascht es auch nicht, dass wohl keiner von uns von der "Europäischen Woche der Müllvermeidung" gehört hat. Stattdessen werden wir mit Horrormeldungen übers "ach so ungewöhnliche" Wetter gequält, wie Peter im KonSumpf vor ein paar Tagen aufgegriffen hat. Das sind die Themen, die die Welt bewegen.

Samstag, 18. Dezember 2010

GEDANKENGUT XXXVI

"Es ist schwieriger eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom."
Albert Einstein

Mittwoch, 15. Dezember 2010

MEHL ≠ MEHL

Gestern habe ich, mit meinem großen Bruder gemeinsam, einen schon länger geplanten Test durchgeführt. Und zwar haben wir drei unterschiedliche Mehle auf ihre Pizzateig-Tauglichkeit getestet. Dazu haben wir einfach drei Teigportionen angefertigt, die sich jeweils nur durch die Art des Mehls unterschieden haben. Das erste Mehl war ein herkömmliches Type 550 Weizenmehl (Demeter vom Bauck Hof), das zweite Mehl war ein italienisches Typo 00 Mehl, das dritte Mehl war ein Manitoba-Mehl aus kanadischem Weizen.
Bei allen drei Mehlen handelt es sich um extrem "weiße" Mehle, d.h. Mehle mit einem sehr geringen Vitamin- und Mineralstoffgehalt, dafür aber einem umso höheren Klebereiweißgehalt (Gluten). Das deutsche Mehl hat den geringsten Eiweißgehalt und das kanadische den höchsten.
Auf dem Bild könnt ihr die drei Mehltüten und die dazugehörigen langegzogenen bzw. gerissenen Teige sehen.
Wie man auf dem Bild sehen kann, sind die Teige aus dem deutschen und dem kanadischen Mehl gerissen - sie sind also weniger elastisch als das Tipo 00 Mehl.
Für alle Hungrigen unter euch, gibt es dann natürlich auch noch ein Foto der drei fertigen Pizzas ( belegt nur mit einer selbstgekochten würzigen Tomatensoße, frischem Basilikum und Mozzarella - eine klassische Pizza Margherita), die alle drei gleichzeitig bei 250°C Umluft für gute 10-15 Minuten gebacken wurden. Leider schafft mein Ofen nicht mehr Temperatur, was das Erlebnis einer "richtigen" italiensischen Pizza leider enorm schmäler. Optimal wären um die 500°C, dann würden auch schon einige Dutzend Sekunden zum Backen reichen.

Zum Testergebnis:
Beim Pizzateig ist das entscheidende Kriterium der Klebereiweißgehalt. Umso höher, desto elastischer ist der Teig. Was in der Praxis bedeutet, dass sich der Teig besonders dünn und fein ausrollen lässt, was für eine original italienische Pizza unerlässlich ist. Genau das gelang mit dem Tipo 00 Mehl am besten. Der Teig war besonders geschmeidig und ließ sich besser handhaben, als die anderen beiden Teige. Man konnte den (wenn auch nicht großen) Unterschied sehen und fühlen. Wie auch auf dem Bild weiter oben zu sehen war der Teig reisfester und elastischer, besaß also ein kräftigeres Glutengerüst, als die anderen beiden Teige.
Geschmacklich, im Sinne von Aroma, konnten wir keinerlei Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Teigen feststellen. Einzig die Struktur war eben geringfügig "besser". Am auffälligsten waren aber die Vorteile in der Verarbeitung. Diese Vorteile sind beim Tipo 00 Mehl darauf zurückzuführen, dass zusätzlich zum ohnehin schon hohen Klebereiweißanteil des Mehls, das Mehl besonders fein vermahlen ist - schon fast staubig. Das kann man auch beim noch trockenen, unverarbeiteten Mehl deutlich erfühlen. Durch diese Feinheit nimmt das Mehl etwas mehr Wasser auf und bildet eine etwas feinere Struktur.
Außerdem soll es ,dank der spezifischen Eigenschaften des Tipo 00 Mehls, bei den richtigen Temperaturen (siehe oben) zur charakteristischen Blasenbildung des Teigs kommen.
Soweit so gut. Aber eigentlich müsste, laut Annahme, das Manitoba Mehl die beschiebenen Eigenschaften am ausgeprägtesten aufweisen. Dies war bei unserem Versuch aber nicht der Fall. Weil ich skepttisch war, habe ich heute nochmal zwei herkömmliche Weißbrote gebacken. Einmal mit dem Tipo 00 und einmal mit dem Manitoba Mehl. Beide mit exakt der gleichen Rezeptur und gleichzeitig im Ofen. Bei der Verarbeitung ist wieder das Tipo 00 Mehl positiv aufgefallen. Beim fertigen Brot waren hingegen keine signifikaten Unterschiede festzustellen, weder in Geschmack, noch in Struktur.

MIDWAY: MESSAGE FROM THE GYRE VON CHRIS JORDAN

"These photographs of albatross chicks were made in September, 2009, on Midway Atoll, a tiny stretch of sand and coral near the middle of the North Pacific. The nesting babies are fed bellies-full of plastic by their parents, who soar out over the vast polluted ocean collecting what looks to them like food to bring back to their young. On this diet of human trash, every year tens of thousands of albatross chicks die on Midway from starvation, toxicity, and choking.
To document this phenomenon as faithfully as possible, not a single piece of plastic in any of these photographs was moved, placed, manipulated, arranged, or altered in any way. These images depict the actual stomach contents of baby birds in one of the world's most remote marine sanctuaries, more than 2000 miles from the nearest continent."
Die gesamte Fotostrecke und weitere findet ihr auf www.chrisjordan.com

Montag, 13. Dezember 2010

GEDANKENGUT XXXV

"Unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir unzulänglich sind. Unsere tiefste Angst ist, dass wir grenzenlos machtvoll sind. Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit das uns erschreckt. Wir fragen uns, wer bin ich denn, um brilliant, wunderschön, talentiert und fantastisch zu sein? Aber wer bist du,' um dies nicht zu sein? Das ist nicht nur in einigen von uns; es ist in jedem. Dadurch, dass wir unser Licht scheinen lassen, geben wir anderen Menschen unbewusst die Erlaubnis, das Gleiche zu tun. Dadurch, dass wir uns befreien von unser eigenen Angst, befreit unsere Gegenwart automatisch andere."
Marianne Williamson

PROBLEMA

Eigentlich wollte ich den letzten Donnerstag Nachmitag, damit verbringen, Kekse zu backen und Glühwein zu machen für meine kleine vorweihnachtliche Feier am Freitag. Dann ist mir doch wieder etwas dazwischen gekommen. Und zwar der Film Problema.
Der Film dokumentiert das wahnwitzige Projekt des "Table of Free Voices" das am 9. September 2006 treffender Weise auf dem Bebelplatz, dem Ort der "Nazibücherverbrennung", stattgefunden hat. Bei dem "Table of Free Voices" handelte es sich um einmalige Zusammenkunft von 112 bedeutenden Persönlichkeiten aus Kunst, Philosophie, Umweltschutz und Politik aus über 50 Nationen., denen jeweils 100 Fragen gestellt wurden, die zuvor im Internet ausgewählt wurden. Am Ende des Tages hatten 112 Kameras 11,200 Antworten auf 100 weltbewegende Fragen bzw. über 1000 Stunden Filmmaterial aufgenommen.
Gehostet wurde der "Table of Free Voices" von der Menschenrechtsaktivistin Hafsat Abiola und dem Schauspieler Willem Dafoe.
Ralf Schmerberg, dem Regisseur hinter dem Film, ist mit der Dokumentation dieses außergewöhnlichen Ereignisses ein filmisches Meisterwerk gelungen. Im Film werden 17 der 100 Fragen gestellt und zu jeder einige ganz besondere Antworten gezeigt. Zwischen den Fragen flackern immerwieder Bilder von Leben, Tod, der Natur, ihrer Zerstörung, von Kunst und vielen anderen Dingen unserer Welt über den Bildschirm, welche den Sogeffekt des Films noch verstärken. Dieses Zusammenspiel der Fragen, Antworten, der Menschen und der Bilder entwickelt im Laufe des Films eine derartige Dynamik, die es vermag den Zuschauer emotional mitzureißen, niederzuschmettern und wieder aufzubauen. Für mich persönlich war der Film genauso eine Achterbahn der Gefühle und hat mich 1,5 ungemein intensive Stunden erleben lassen.
Der gesamte Film ist vollkommen legal und umsonst und ohne jegliche Angabe von persönlichen Daten im Internet verfügbar, als Download sowie als Stream, da es sich um ein "Not-for-Profit"-Film handelt.


Wenn ihr wissen wollt, wie die 83 Fragen lauten, die nicht im Film gestellt und besprochen wurden, dann besucht einfach die Website Dropping Knowledge. Dropping Knowledge ist ein Portal, auf dem ihr ganz einfach Fragen stellen könnt - euch selbst und euren Mitmenschen. So entsteht mit jeder neuen Frage ein neuer Dialog.
Auf der offiziellen Seite des Films erhaltet ihr außerdem noch weitere Informationen zum Projekt, zum Film, zu den 114 Teilnehmern und noch einiges mehr.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

KONFORMIN

Früher träumte und trödelte er nur. Inzwischen weiß er, was wichtig ist.
Danke, Konformin.

OYA NR.4: TRANSITION TOWNS

Vor kurzem habe ich die Oya Nr.4 endlich bekommen (sie wurde noch an meine alte Adresse geschickt, wo ich sie beim Nachmieter abholen musste). Eine Wahnsinnsausgabe, die meinen Kopf jedesmal, wenn ich sie aufgeschlagen habe, zum Übersprudeln gebracht hat. Der erste Artikel der mich umgehauen hat, beschäftigt sich mit dem Thema der "Transition Towns"

"Transition Towns: Gehts es ohne Erdöl?
...Der Impuls für weitreichende Veränderungen unserer Lebensweise und des globalen Wirtschaftssystems kann nur von innerhalb der Gesellschaft kommen. Dieser Impuls muss alle Schichten und Milieus ergreifen. Kein drohender Zeigefinger, kein Abschieben der Verantwortung auf die Konsumentinnen und Konsumenten oder den Staat, auch kein Druck von oben durch Gesetze und Vorschriften wie im herkömmlichen Top-Down-Ansatz können den Wandel bringen. Die Energiewende muss von Gemeinden und Stadtteilen ausgehen, zu denen die Bürgerinnen und Bürger einen direkten bezug haben. Sie nehmen die Zukunft ihrer Versorgung mit Lebensmitteln, Energie, Transport, Kultur, Bildung, kurz: alle Bereiche der Daseinsvorsorge selbst in die Hand und stehen als fachkundige Sprecherinnen und Sprecher ihren Gemeinderäten zur Verfügung.
...Eine Stadt im Übergang entwerfen, Menschen aufklären über Peak Oil (Erdölfördermaximum), Klimawandel und die Dringlichkeit, diese Probleme lösen. Nichts leichter als das? Leider nein! Wieso ist die Dringlichkeit, diese Probleme zu lösen so schwierig zu kommunizieren?
...Was viele gute Ideen davon abhält, die Mehrheit der Menschen hinter sich zu vereinen, sind die Geschichten und Paradigmen, die uns umgeben, und die uns vor allem von den Medien vermitelt werden. Da heißt es, dass die Wirtschaft wachsen muss, sonst gibt es Arbeitslosigkeit und Armut. Das Paradigma des ewigen Wacgstums wird uns vom Ersten Atemzug eingeflößt.
...Meistens werden nur die Überzeugten im alternativen Spektrum aktiv, wie aus mittlerweile dreißig Jahren Abrüstungs- und Umweltbewegung bekannt.
...Wachstum von  Gerechtigkeit, Frieden, Bildung und Selbstermächtigung der Bürger statt Wachstum von Konzerngewinnen und Wirtschaftskennzahlen, die wenig über Lebensqualität und gerechte Verteilung von Wohlstand und Sicherheit aussagen."

Im Laufe der nächsten Tage werde ich euch noch ein paar weitere Artikel vorstellen, die meinen persönlichen Horizont meilenweit erweitert haben und mir kreative Denkanstöße geben konnten.

Für alle die jetzt schon mehr wollen, empfehle ich die Internetseite der Oya, sowie weiterführende Links zum Thema Transition Towns:
www.Transition-Initiativen.de
www.TransitionNetwork.org
www.TransitionCulture.org

Dienstag, 7. Dezember 2010

GEDANKENGUT XXXIV

"Bezweifle nie, dass eine kleine Gruppe aufmerksamer, engagierter Menschen die Welt verändern kann - tatsächlich ist es nie jemand anderes gewesen."
Margaret Mead, Anthropologin

Freitag, 3. Dezember 2010

EIN FILM ÜBER PLASTIK

Plastic Planet ist eine der vielen Dokumentationen, die ich mir in letzter Zeit angeschaut habe. Die Doku handelt, wie der Name es schon impliziert von Plastik und unserem Planeten.
Plastik ist heute omnipräsent. Umso absurder, dass wir keine blassen Schimmer von Plastik haben. Oder kann irgendjemand auf folgende Fragen eine angemessene Antwort geben? Wohl kaum...
Was ist Plastik?
Aus was besteht Plastik?
Wie entsteht Plastik?
Wer stellt Plastik her?
Wo kommt Plastik her und noch viel rätselhafter wo bleibt Plastik?
Welchen Einfluß hat Plastik auf unsere Gesundheit?
Selbst in dem Film bleiben einige der Fragen mehr oder weniger unbeantwortet.



Ich glaube, dass es an Zeit ist, dass wir mal so langsam beginnen, uns ein Bewusstsein für Plastik zu schaffen. Dass wir anfangen, uns mit dem ganzen "Plastikmüll" auseinanderzusetzen und das herrschende System zu hinterfragen. Beim bewussten und kritischen Umgang mit Plastik stehen wir noch viel mehr am Anfang, als in anderen Bereichen unserer gegenwärtigen Gesellschaft.
 Extrem empfehlenswert ist natürlich die Doku an sich, als komfortabler Einstieg in die Materie, aber mindestens genauso zu empfehlen um tiefer einzusteigen ist die gleichnamige Seite zum Film, die nur so strotzt vor weiterführenden Informationen.

Donnerstag, 2. Dezember 2010

ICH LIEBE...

...den Winter,
...den Schnee,
...die Kälte,
...das Chaos,
...die Stille,
...die Menschen.

Mittwoch, 1. Dezember 2010

A MAN WHO GROWS A MO...

... apprieciates quality and surrounds himself with the finest of everything. He knows that one of the best quality is far better than a dozen of mediocre ones.