Mittwoch, 8. Dezember 2010

OYA NR.4: TRANSITION TOWNS

Vor kurzem habe ich die Oya Nr.4 endlich bekommen (sie wurde noch an meine alte Adresse geschickt, wo ich sie beim Nachmieter abholen musste). Eine Wahnsinnsausgabe, die meinen Kopf jedesmal, wenn ich sie aufgeschlagen habe, zum Übersprudeln gebracht hat. Der erste Artikel der mich umgehauen hat, beschäftigt sich mit dem Thema der "Transition Towns"

"Transition Towns: Gehts es ohne Erdöl?
...Der Impuls für weitreichende Veränderungen unserer Lebensweise und des globalen Wirtschaftssystems kann nur von innerhalb der Gesellschaft kommen. Dieser Impuls muss alle Schichten und Milieus ergreifen. Kein drohender Zeigefinger, kein Abschieben der Verantwortung auf die Konsumentinnen und Konsumenten oder den Staat, auch kein Druck von oben durch Gesetze und Vorschriften wie im herkömmlichen Top-Down-Ansatz können den Wandel bringen. Die Energiewende muss von Gemeinden und Stadtteilen ausgehen, zu denen die Bürgerinnen und Bürger einen direkten bezug haben. Sie nehmen die Zukunft ihrer Versorgung mit Lebensmitteln, Energie, Transport, Kultur, Bildung, kurz: alle Bereiche der Daseinsvorsorge selbst in die Hand und stehen als fachkundige Sprecherinnen und Sprecher ihren Gemeinderäten zur Verfügung.
...Eine Stadt im Übergang entwerfen, Menschen aufklären über Peak Oil (Erdölfördermaximum), Klimawandel und die Dringlichkeit, diese Probleme lösen. Nichts leichter als das? Leider nein! Wieso ist die Dringlichkeit, diese Probleme zu lösen so schwierig zu kommunizieren?
...Was viele gute Ideen davon abhält, die Mehrheit der Menschen hinter sich zu vereinen, sind die Geschichten und Paradigmen, die uns umgeben, und die uns vor allem von den Medien vermitelt werden. Da heißt es, dass die Wirtschaft wachsen muss, sonst gibt es Arbeitslosigkeit und Armut. Das Paradigma des ewigen Wacgstums wird uns vom Ersten Atemzug eingeflößt.
...Meistens werden nur die Überzeugten im alternativen Spektrum aktiv, wie aus mittlerweile dreißig Jahren Abrüstungs- und Umweltbewegung bekannt.
...Wachstum von  Gerechtigkeit, Frieden, Bildung und Selbstermächtigung der Bürger statt Wachstum von Konzerngewinnen und Wirtschaftskennzahlen, die wenig über Lebensqualität und gerechte Verteilung von Wohlstand und Sicherheit aussagen."

Im Laufe der nächsten Tage werde ich euch noch ein paar weitere Artikel vorstellen, die meinen persönlichen Horizont meilenweit erweitert haben und mir kreative Denkanstöße geben konnten.

Für alle die jetzt schon mehr wollen, empfehle ich die Internetseite der Oya, sowie weiterführende Links zum Thema Transition Towns:
www.Transition-Initiativen.de
www.TransitionNetwork.org
www.TransitionCulture.org

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