Montag, 13. Dezember 2010

PROBLEMA

Eigentlich wollte ich den letzten Donnerstag Nachmitag, damit verbringen, Kekse zu backen und Glühwein zu machen für meine kleine vorweihnachtliche Feier am Freitag. Dann ist mir doch wieder etwas dazwischen gekommen. Und zwar der Film Problema.
Der Film dokumentiert das wahnwitzige Projekt des "Table of Free Voices" das am 9. September 2006 treffender Weise auf dem Bebelplatz, dem Ort der "Nazibücherverbrennung", stattgefunden hat. Bei dem "Table of Free Voices" handelte es sich um einmalige Zusammenkunft von 112 bedeutenden Persönlichkeiten aus Kunst, Philosophie, Umweltschutz und Politik aus über 50 Nationen., denen jeweils 100 Fragen gestellt wurden, die zuvor im Internet ausgewählt wurden. Am Ende des Tages hatten 112 Kameras 11,200 Antworten auf 100 weltbewegende Fragen bzw. über 1000 Stunden Filmmaterial aufgenommen.
Gehostet wurde der "Table of Free Voices" von der Menschenrechtsaktivistin Hafsat Abiola und dem Schauspieler Willem Dafoe.
Ralf Schmerberg, dem Regisseur hinter dem Film, ist mit der Dokumentation dieses außergewöhnlichen Ereignisses ein filmisches Meisterwerk gelungen. Im Film werden 17 der 100 Fragen gestellt und zu jeder einige ganz besondere Antworten gezeigt. Zwischen den Fragen flackern immerwieder Bilder von Leben, Tod, der Natur, ihrer Zerstörung, von Kunst und vielen anderen Dingen unserer Welt über den Bildschirm, welche den Sogeffekt des Films noch verstärken. Dieses Zusammenspiel der Fragen, Antworten, der Menschen und der Bilder entwickelt im Laufe des Films eine derartige Dynamik, die es vermag den Zuschauer emotional mitzureißen, niederzuschmettern und wieder aufzubauen. Für mich persönlich war der Film genauso eine Achterbahn der Gefühle und hat mich 1,5 ungemein intensive Stunden erleben lassen.
Der gesamte Film ist vollkommen legal und umsonst und ohne jegliche Angabe von persönlichen Daten im Internet verfügbar, als Download sowie als Stream, da es sich um ein "Not-for-Profit"-Film handelt.


Wenn ihr wissen wollt, wie die 83 Fragen lauten, die nicht im Film gestellt und besprochen wurden, dann besucht einfach die Website Dropping Knowledge. Dropping Knowledge ist ein Portal, auf dem ihr ganz einfach Fragen stellen könnt - euch selbst und euren Mitmenschen. So entsteht mit jeder neuen Frage ein neuer Dialog.
Auf der offiziellen Seite des Films erhaltet ihr außerdem noch weitere Informationen zum Projekt, zum Film, zu den 114 Teilnehmern und noch einiges mehr.

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