Samstag, 25. Dezember 2010

WEIHNACHTSMENÜ

Nun mehr zum dritten Mal bin ich für das Weihnachtsessen am 25. Dezember zuständig. Vor letztes Jahr gab es Rehrücken, letztes Jahr ein Rückenstück vom Ibérico Schwein und dieses Jahr habe ich bei Dinses Culinarium (in Kooperation mit Genusshandwerker) eine Hohenloher Bauerngans bestellt. Zugesichert hat man mir am Telefon, als ich die Gans bestellt habe, dass sie am 23.12. kommen würde. Wegen der chaotischen Zustände auf den Straßen kam sie aber nicht. So musste ich/wir bis zum 24.12. bis Mittags bangen, ob wir überhaupt rechtzeitig die Gans bekommen - aber sie kam dann doch, zum Glück. Um alles heute Mittag zu 13 Uhr auf den Tisch zu bringen, habe ich bereits gestern Abend mit den Vorbereitungen angefangen und heute hieß es für mich um 7 Uhr, raus aus den Federn und ab in die Küche für die nächsten 6 Stunden. Abgesehen vom frühen Aufstehen könnte ich mir nichts Schöneres vorstellen, als so fürstlich für geliebte Menschen zu kochen.
Nun zum Essen selbst: Als Vorspeise gab es eine Schwarzwurzel-Vanille Suppe ( inspiriert vom Gartenmädchen)

Als Hauptspeise gab es, die Hohenloher Gans gefüllt mit einer Masse aus Maronen, Graubrot und Rosinen, eine Maronensoße, dazu Rotkohl mit Cranberries und Glühwein abgeschmeckt und Serviettenknödel, mit Pumpernickel, Lauch und Thymian aufgemotzt.
Und als Dessert gab es (erst abends, da alle Pappsatt waren von der Gans) eine Interpretation des Bratapfel, auf die ich besonders Stolz bin. Im Detail bedeutet das, eine Praline aus einem Teig mit Apfelstücken, Rosinen und Gewürzen, in dessen Mitte sich jeweils eine in Rum getränkte Marzipankugel befand, die vor dem Servieren paniert und in Fett ausgebacken wurde. Die gebackenen Pralinen wurden in kalter Vanillesoße serviert.
Ich hoffe, ihr hattet auch zwei kulinarische Feiertage und dass ihr ordentlich geschlemmt habt.

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