Samstag, 1. Januar 2011

BOWLING FOR COLUMBINE

Zufällig beim Zappen habe ich vor ein paar Tagen auf 3sat Halt gemacht und mir die Michael Moore Doukmentation "Bowling for Columbine" angeschaut. Eine unterhaltsame und auf jeden Fall sehenswerte Dokumentation. In üblicher Moore'scher Manier werden die USA beleuchtet. Ausgangspunkt diesmal ist der Amoklauf zweier Jugendlicher in der Kleinstadt Littleton und die daraufhin entfachte Waffendiskussion. In der Doku versucht Moore zu ergründen, was es mit den Waffen in den USA auf sich hat und warum es in den USA, im Vergleich zum Rest der westlichen Welt, ein vielfaches an Morden durch Schusswaffen gibt. Moore hinterfragt, deckt auf, hört zu und verändert sogar - alles untermalt von einem satirischen Unterton, der sicherlich nicht jedem gefällt, aber der zweifelsohne, das Thema für die breite Masse leichter zugänglich macht und so ins Gespräch bringt. Auch wenn die Dokumentation schon ein paar Jahre alt ist (2002), hat sie nicht an Aktualität und Relevanz verloren. So fand ich es besonders interessant, welche Rolle die Angst, laut Moore, in der Kultur der USA spielt und welche Folgen diese hat. Höhepunkte der Doku sind für mich, das Interview mit dem Rockmusiker Marilyn Manson (den ich sehr schätze), sowie der fulminante Showdown am Ende der Doku in dem Michael Moore Charlton Heston den Präsidenten der NRA (National Rifle Association) gerade zu zerfetzt und verbal zerstört.
Für alle Freunde des Internets gibt es die Dokumenation in mehreren Teilen bei YouTube zu sehen (den ersten Teil habe ich unten verlinkt. Wenn ein Teil vorbei ist, kann man sich jeweils zum nächsten weiter klicken)
Ansonsten kann man sich die Doku auch einfach mal in der Videothek um die Ecke ausleihen.

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