Samstag, 15. Januar 2011

ÜBER GELD, BEDÜRFNISSE UND WAHREM REICHTUM

„Es geht immer und überall ums Geld. Das höchste Ziel aller Unternehmen oder sogar aller Individuuen ist die Vermehrung von Geld und das undendliche Wachstum.“ Das ist einer der Mythen unserer Zeit, der uns Tag ein, Tag aus eingehämmert wird, damit wir ihn als die Wahrheit annehmen und unser eigenes Leben nach ihm gestalten. Aber ist (das Konstrukt) Geld nicht nur ein(s von vielen) Mittel zum Zweck. Der Zweck ist Lebenshaltung in Form von (Grund)bedürfnissbefriedigung. Wenn der Zweck nun erfüllt ist (für „uns“ alle der Fall), wird das Mittel darüber hinaus doch überflüssig. Also sollte Geld dann doch keine Rolle mehr spielen. Echte Werte treten in den Vordergrund, die nicht mit Geld zu erfüllen sind (z.B. menschliche Beziehungen im weitesten Sinne). Dies gilt für Menschen als Individuuen und genauso für Menschen als Unternehmer. Heute ist es doch so, dass das mehr an Geld nur ein mehr an Bedürfnissen schafft, um sich selbst einen fortwährenden Sinn zu geben und sich selbst zu erhalten. Dadurch rücken die echten Werte allerdings in immer weitere Ferne und man verliert sich in einem Labyrinth aus Wachstum und Scheinbedürfnissen.
Ziel sollte es also sein durch (z.B.) Geld die Grundbedürfnisse aller zu befriedigen. Ist dies gelungen, werden andere Mittel (z.B. Ehrlichkeit, Engagement, Natur, Arbeit, Vertrauen, Zusammenhalt) benötigt, um andere Zwecke (Glück, Identität, Sinn, Liebe, Selbstverwirklung etc.) zu erfüllen. Erst durch diese nicht-monetären Mittel entsteht wahrer gesellschaftlicher Reichtum und eine tatsächliche Befriedigung aller menschlichen Bedürfnisse.

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