Donnerstag, 3. Februar 2011

CANTUCCINI UND PLASTIKSPACHTEL-MALHEUR

Es ist Februar, die letzten Überbleibsel der weihnachtlichen Keksvorräte sind endgültig aufgebraucht. Aber mein Haushalt ohne Kekse? Das funktioniert nicht. Etwas selbstgemachtes Süßes für zwischendurch oder zum Espresso gehört einfach zum guten Ton. Also befinde ich mich vor ein paar Tagen abends in der Küche zum spontanen (etwas gedankenlosen) Cantuccini backen. Für Cantuccini hab ich eh immer alles da. Zum Grundrezept gesellten sich neben den Mandeln noch ein paar Haselnüsse und etwas Piment dazu. Um das Ganze noch ein wenig spannender zu machen dachte ich mir, es wäre eine feine Sache, die Nüsse kurz zu brennen (also mit einem Karamell zu ummmanteln, wie man es vom Jahrmarkt kennt). Völlig in Gedanken setzte ich also den Karamell an, schmelze Zucker und ein wenig Butter unter ständigem Rühren. Auf einmal merke ich, dass zwar alles geschmolzen ist, aber der Karamell auf einmal auskörnt und sich ungewöhnliche weiße Bröckchen bilden. Ein kurzer Moment der Ratlosigkeit. Mein nächster Blick fällt auf den Spachtel, mit dem ich fleißig in der Pfanne rühre. Oh...warum sieht der Spachtel denn so unförmig und anders aus, frage ich mich einen Moment lang. Im nächsten Moment gelingt es mir, die Hinweise zu kombinieren. Plastikspachtel + Heiße Pfanne + Karamell = Plastikkaramellbröckchen mit dezenter Duftnote.
Nächstes mal nehme ich dann wohl wieder den Holzlöffel.
Die Cantuccini sind trotzdem lecker geworden (Nein, ich habe nicht den Plastikkaramell benutzt, sondern noch einen zweiten Ansatz gemacht).

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