Dienstag, 26. April 2011

GEDANKENGUT LII

Knappheit schafft Reichtum.

Dienstag, 19. April 2011

DELIZIOSO UND EIN FAZIT

Wenn auch mit etwas Verspätung möchte ich heute noch kurz den letzten Espresso von Parrottacaffé besprechen - den Delizioso. Wie auch bei den anderen beiden Mischungen kommt die Namensgebung nicht ganz von ungefähr.
Wie man auf dem Foto sieht, ist der Delizioso wirklich sehr schon gleichmäßig geröstet und ich hatte in meiner Charge quasi keine Fehlbohnen. Es handelt sich um eine 80% Arabica / 20% Robusta Mischung.
Ein Bezugsvideo ist in meinem Post zum bodenlosen Siebträger zu finden. Wie man erahnen kann, liefert der Delizioso eine wirklich schöne Crema: feinporig, nicht ganz so dumpf und ganz so viel, wie die des Gran Crema, im Geschmack tendenziell säuerlich spritzg.
Genau diese anklingende Spritzigkeit mag ich. Der gesamte Geschmackseindruck ist ausgesprochen harmonisch. Die erdigen Robustanoten, die deutlich zu schmecken sind, fügen sich viel besser und geschmeidiger in das Aromaspektrum ein, als bei den anderen beiden Mischungen. Die milde Säure dominiert die erdigen Noten aüßerst elegant. Anklänge von Nuss und Schokolade blitzen gelegentlich auf.
Rückwirkend, wenn ich mein gustatorisches Gedächtnis abrufe, hat mir Delizioso am besten geschmeckt. Ich mag prickelnde, fruchtige Säure in meinem Espresso. Nur der Delizioso konnte diese Vorliebe bedienen. Der Gran Crema hat mir am wenigsten zugesagt und der Amabile war mir etwas zu mild. Denn stark (im Sinne von aromadicht) muss mein Espresso auch sein.
Ich denke der Delizioso eignet sich hervorragend als "Gastro-Espresso". Er ist relativ leicht in der Handhabung und liefert eine geschmackliche Vielfalt, die zu dem Preis und gerade in der üblichen Gastronomie kaum zu finden ist.
Ich als Single-Student leiste mir aber dennoch lieber für wenige Euro mehr, die LapuLapuBlend von Axel dem besten Barista der Stadt (sogar sage und schreibe der 5. beste Deutschlands - Grüße an Axel ;) ) mit der meine espressoliebende Zunge quasi groß geworden ist.

Dienstag, 12. April 2011

DIE BODENLOSE WAHRHEIT

Ja, ich bin ungeduldig. Das kann ich bedingungslos anerkennen. Jüngstes Beispiel dafür ist die ganze Chose mit dem Espresso. Es ist jetzt auf den Tag genau einen Monat her, dass ich meine kleine Prinzessin habe. Wenn ich etwas haben will, dann finde ich auch zeitnah einen Weg, es zu bekommen. So war es auch bei meiner Gaggia (ebay sei dank). So war es auch mit dem Tamper (etc.) und genau so bei der neuesten Laus, die mir vor allem Axel vom LoppoKaffeeExpress ins Ohr gesetzt hat - dem bodenlosen Siebträger. Da so ein bodenloser Siebträger eine relativ kostspielige Angelegenheit ist, bedurfte es aber durchaus einer handvoll Ristretti aus selbigem und einiger weiser Worte vom Experten.
Infiziert vom Espressofieber und der Gier nach noch besserem Espresso von der heimischen Göttin, konnte ich nur wenige Tage wiederstehen, bis ich mir bei espressoxxl einen bodenlosen Siebträger bestellt habe. Natürlich unter dem Vorwand, ich müsste ja ohnehin noch ein Blindsieb, eine neues Duschsieb und Kaffeefettlöser dort bestellen - und "Klick" hat sich noch ein bodenloser Siebträger in meinen Warenkorb verirrt. Was kann man da schon machen?
Inzwischen kann ich sagen, dass es sich gelohnt hat, meiner unterbewussten Gier klein beizugeben. Ich möchte keinen Espresso mehr ohne meinen bodenlosen Siebträger bereiten. Es ist erstens ein Heidenspaß, zweitens genial, um schon während des Bezugs Rückschlüsse zu ziehen und mögliche Fehlerquellen (z.B. Channeling) zu analysieren und drittens schmeckt der Epresso besser (besonders deutlich bei Cremakonsistenz und -farbe zu sehen)
Auf dem Bild oben seht ihr den mit getamptem Espressomehl gefüllten Siebträger, bevor ich ihn in die Maschine eingehängt habe.
Das Video zeigt einen Bezug, der sogar relativ gut gelungen ist. Aber an dieser Stelle sei auch erwähnt, dass der bodenlose Siebträger deutlich mehr Sorgfalt bei der Vorbereitung fordert. Schlampiges Arbeiten wird sofort bestraft - Espressomaschine und umliegende Arbeitsfläche werden flächendeckend mit Espresso bespratzelt.

Montag, 11. April 2011

GUTE FRAGE...

Samstag, 9. April 2011

WAS TUN ?

Via Konsumpf bin ich auf die aktuelle Themenwoche rund um Nachhaltigkeit auf arte aufmerksam geworden. Gezeigt werden/wurden verschiedene Dokumentationen zum Thema (hier gehts zum Programm).
Was ich allerdings noch interessanter finde, ist die 5-teilige Portaitreihe "Was tun?", die im Rahmen der Themenwoche online zu sehen ist.

Klaus Wiegandt ist ehemaliger Vorstandssprecher der METRO AG und gibt einen guten Überblick über die Situation und die Verworrenheit, in der wir uns befinden (Externalisierung von Kosten, Produktivität von Arbeitskraft, Ressourcenverbrauch etc.)
Zum Portrait
Besonders sehenswert fand ich das Portait über Vandana Shiva und habe es daher hier ebenfalls verlinkt. Vandana Shiva habe ich ja bereits hier auf meinem Blog erwähnt und lege jedem ans Herzen sich über Shiva und ihre Arbeit ein wenig zu informieren. Vandana Shiva ist eine starke Frau, die viel zu sagen hat und ich höre ihr immer wieder gebannt zu.
Zum Portrait
...und als drittes habe ich noch das Portrait über Ernst Ulrich von Weizsäcker verlinkt...
Zum Portrait
Was klar wird, wenn man alle Portraits gesehen hat, ist, dass wir, die Zivilgesellschaft, diejenigen sind, die das nötige Potential besitzen, um die erwünschten Veränderungen herbeizuführen und es höchste Zeit wird, dass wir uns darüber bewusst werden und lernen unser Potetial zu nutzen. Das bedeutet praktisch, dass die (laut Klaus Wiegandt) 0,5% der Gesellschaft, die bereits die nötigen Erkenntnisse zur Nachhaltigkeit besitzen, ihren elitären Zirkel verlassen und sich aufmachen andere Menschen in die Nachhaltigkeit zu entführen, miteinzubeziehen und zu informieren. Wenn mehr Leute in Besitz des nötigen "Handwerkszeugs" sind, erst dann können wir etwas bewirken.
(Irgendwie hat das Einbetten der einzelnen Portaits nicht so funktioniert, wie ich wollte - daher nur Verlinkung. Dort wo die Links hinführen, gibt es dann auch die zwei nicht verlinkten, ebenfalls sehenswerten Portaits.)

Freitag, 8. April 2011

AMABILE...

...so heißt die zweite Mischung von Parrottacaffé, die ich durch meine Mühle gejagt habe. "Amabile" ist italienisch und heißt soviel wie mild oder lieb. Also ist auch hier wieder Name Programm. Denn Amabile ist ein wirklich sehr leichter Espresso. Zur Milde trägt vor allem die offensichtlich sanfte Röstung, sowie der extrem geringe Robustaanteil von nur 5% bei. Die Bohnen haben tendenziell alle eine sehr helle Färbung (was auf dem Bild nicht ganz so gut zu sehen ist) und sind nicht wie so manch eine Espressoröstung fast schwarz sondern eher mittelbraun.
Geschmacklich hat mir der Amabile besser gefallen als der Gran Crema. Der Amabile ist wenig aufdringlich im Geschmack. Fruchtigkeit und Säure dominiert zwar, ist aber immernoch eher subtil. Das typische Robustaaroma schwingt im Geschmacksbild zwar mit, befindet sich aber deutlich im Hintergrund, gibt dem Espresso aber etwas zusätzlichen Charakter. Ganz ohne Robustaanteil würde der Mischung etwas fehlen, denke ich.
Wie man in dem Video erahnen kann, bedarf es bei dem Amabile schon deutlich mehr Sorgfalt um eine annehmbare Crema hinzubekommen (im Video ist es mir gut gelungen). Insgesamt fällt die Crema deutlich heller, dünner und feinporiger aus. Sie ereicht nicht ansatzweise die Viskosität der Gran Crema. Quantittiv ist das Cremaergebnis auch eher mittelmäßig - was aber nicht zwangsläufig ein Indikator für mangelnde Qualität ist.
Der Amabile hat mir wirklich Freude gemacht - ein leichter Espresso, der zwar in der Zubereitung etwas mehr Aufmerksamkeit fordert, aber deutlich leichter zu trinken ist.  Man kann auch mal eben 3-4 wegschlürfen, ohne danach völlig erschlagen zu sein von der Aromenflut. Außerdem ein guter "Einstiegsespresso" für alle, die abgeschreckt sind von der Wucht vieler Espressi.

Donnerstag, 7. April 2011

IDEE: APFEL CARDAMOM

Wow! Toll ist es, eine leckere Idee zu haben. Noch viel toller ist, aber wenn die Idee sich in die Tat umsetzen lässt und irgendwie die Erwartungen erfüllt. Am tollsten ist es aber, wenn die Idee die eigenen Erwartungen sprengt und man auf einmal vor dem Ergebnis sitzt und nicht glauben kann, was man da gerade geschaffen.
Genau das habe ich vor ein paar Tagen malwieder in meiner Küche erlebt.
Ausgangspunkt war die Kombination von Apfel und Cardamom - tagelang hat mich diese Kombination im Geiste verfolgt. Nach einigen Tagen war ich dann endlich soweit, das Gedachte umzusetzen. Und zwar in Form eines gedeckten Apfelkuchens (oder American Pie oder Tarte aux Pommes oder wie auch immer).
Also schnipp-schnapp schnell sechs kleine Äpfel (Sorte Topaz) geschält und gewürfelt. Die eine Hälfte der Apfelwürfel hab ich in Butter angebraten, zusammen mit den Samen einiger Cardamomkapseln, anschließend karamellisiert und abgelöscht mit reichlich Calvados. Der spontane Kick war dann noch eine Tonkabohne, mit der das ganze noch ein wenig parfümiert wurde.
Nach einigen Minuten des Köcheln alles püriert und durch ein Sieb gedrückt. Mit den rohen Apfelwürfeln vermengt und fertig ist die Füllung.
Als Teig habe ich einen einfachen Mürbeteig mit etwas Vanille verwendet.
Das Ergebnis war wie anfangs erwähnt - wirklich grandios. Genau so muss es sein!

Dienstag, 5. April 2011

HAGEN RETHER / GUTER MANN

Konnte mich nicht für einen Clip entscheiden. Also hab ich einfach mal ein paar mehr verlinkt - man sagt ja auch: "mehr ist mehr"!
Viel Spaß beim Schmunzeln!
(der dritte Clip ist mein Liebster !!!)




Danke an den lieben Vati für die Empfehlung !

Montag, 4. April 2011

CHUNGKING EXPRESS

Zwei Posts an einem Tag? Wie geht das?

Ganz einfach: ich habe gerade einen so unglaublich tollen Film gesehen, dass ich es nicht für mich behalten kann...

Schon gute 2 oder 3 Wochen habe ich den Film hier liegen gehabt...ich habe aber einfach nicht die Ruhe gefunden, ihn mir abends mal anzuschauen. Heute war es dann soweit. Ein schöner Tag neigte sich dem Ende und ich fühlte mich bereit für "Chunking Express"...
Ich sitze immernoch wie gelähmt in meinem großen Ohrensessel (zum Glück lag mein Laptop neben mir, so dass ich nicht aufstehen musste, was auch nicht möglich gewesen wäre, um diesen Post zu schreiben) und bin absolut verzaubert...
Guckt euch diesen Film an! Mehr will ich gar nicht sagen...ich weiß nur, dass ich lange lange keinen so schönen Film gesehen habe!
Ich bin mir sicher, dass keiner nach diesem Film "California Dreaming" noch hören kann ohne verliebt an Faye Wong zu denken...

GRAN CREMA A.K.A. DAS SCHAUMMONSTER

Neben Milchkännchen und Tamper habe ich ja letztens auch einige Sorten Espresso zum Probieren mitbestellt. Mit der ersten Sorte habe ich mich die letzten Tage mal "ernsthaft" auseinandergesetzt. Es handelt sich um die Sorte.
 
Es ist schon fast lächerlich, was für eine Crema mir meine kleine Gaggia ausspuckt, wenn ich sie mit Gran Crema füttere. Während des Bezugs tropft es hochviskos aus dem Siebträger. Bis zum Blonding ist der Farbton des Bezugs mittelbraun (aber tendenziell eher hell als dunkel). Wenn der Bezug dann durch ist, befindet sich quasi ausschließlich Crema im Glas. Wartet man einige Momente verdichtet sich die Crema und nimmt eine wirklich eigenwillige Konsistenz an. Es handelt sich weniger um das, was man als Crema kennt als vielmehr um einen grobporigen, fast schnittfesten Proteinschaum. Als erster Vergleich zu dieser Struktur ist mir der etwas gruselige Schaum eingefallen, den ich während meines zwei tägigen Römöurlaubs überall am Strand gesehen habe.
Über einen herkömmlichen Zuckertest lacht der Gran Crema. Vermutlich könnte die Crema einen ganzen Zuckerwürfel tragen.
Nun zum Wesentlichen: dem Geschmack. Der Gran Crema ist ein starker Espresso im klassischen, Sinne. Viel Robusta (schätze mal so um die 30%) hinterlässt ein typisch muffiges, malziges, erdiges, staubiges Geschmacksbild. Geprägt von einer deutlichen Bitterkeit und sehr wenig Säure. Die Bohne ist sehr tolerant gegenüber feinen Mahlgraden und auch sonst sehr einfach zu handhaben. Das Bohnenbild ist nicht ganz homogen, was auf eine nicht ganz gleichmäßige Röstung schließen lässt.
In den Tiefen dieses Espressi ist kaum Frucht, Säure oder Spritzigkeit zu entdecken - stattdessen viel Würze und "Dumpfheit". Ich habe die Assoziation mit Pulver von gemahlener Kolanuss nicht von der Zunge bekommen. Die Wenigsten werden diesen Geschmack kennen - aber soviel sei gesagt: ich mag ihn nicht. Eine weitere Assoziation die immerwieder in meinem Kopf aufgeflackert ist, war die von dem Geruch von Baumarkt im Sommer...
Abschließend sei gesagt: absurde Crema, viel Robusta mit charakteristischem Geschmack - guter Espresso, aber nicht unbedingt meins.
Im Moment ist die Sorte "Amabile" in meiner Mühle und wird dann in den nächsten Tagen besprochen.

Freitag, 1. April 2011

GEDANKENGUT LI

"Every man dies, Not every really lives."
William Wallace, schottischer Freiheitskämpfer und Nationalheld (bei uns vor allem bekannt aus dem Hollywoodepos Braveheart)