Freitag, 8. April 2011

AMABILE...

...so heißt die zweite Mischung von Parrottacaffé, die ich durch meine Mühle gejagt habe. "Amabile" ist italienisch und heißt soviel wie mild oder lieb. Also ist auch hier wieder Name Programm. Denn Amabile ist ein wirklich sehr leichter Espresso. Zur Milde trägt vor allem die offensichtlich sanfte Röstung, sowie der extrem geringe Robustaanteil von nur 5% bei. Die Bohnen haben tendenziell alle eine sehr helle Färbung (was auf dem Bild nicht ganz so gut zu sehen ist) und sind nicht wie so manch eine Espressoröstung fast schwarz sondern eher mittelbraun.
Geschmacklich hat mir der Amabile besser gefallen als der Gran Crema. Der Amabile ist wenig aufdringlich im Geschmack. Fruchtigkeit und Säure dominiert zwar, ist aber immernoch eher subtil. Das typische Robustaaroma schwingt im Geschmacksbild zwar mit, befindet sich aber deutlich im Hintergrund, gibt dem Espresso aber etwas zusätzlichen Charakter. Ganz ohne Robustaanteil würde der Mischung etwas fehlen, denke ich.
Wie man in dem Video erahnen kann, bedarf es bei dem Amabile schon deutlich mehr Sorgfalt um eine annehmbare Crema hinzubekommen (im Video ist es mir gut gelungen). Insgesamt fällt die Crema deutlich heller, dünner und feinporiger aus. Sie ereicht nicht ansatzweise die Viskosität der Gran Crema. Quantittiv ist das Cremaergebnis auch eher mittelmäßig - was aber nicht zwangsläufig ein Indikator für mangelnde Qualität ist.
Der Amabile hat mir wirklich Freude gemacht - ein leichter Espresso, der zwar in der Zubereitung etwas mehr Aufmerksamkeit fordert, aber deutlich leichter zu trinken ist.  Man kann auch mal eben 3-4 wegschlürfen, ohne danach völlig erschlagen zu sein von der Aromenflut. Außerdem ein guter "Einstiegsespresso" für alle, die abgeschreckt sind von der Wucht vieler Espressi.

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