Dienstag, 19. April 2011

DELIZIOSO UND EIN FAZIT

Wenn auch mit etwas Verspätung möchte ich heute noch kurz den letzten Espresso von Parrottacaffé besprechen - den Delizioso. Wie auch bei den anderen beiden Mischungen kommt die Namensgebung nicht ganz von ungefähr.
Wie man auf dem Foto sieht, ist der Delizioso wirklich sehr schon gleichmäßig geröstet und ich hatte in meiner Charge quasi keine Fehlbohnen. Es handelt sich um eine 80% Arabica / 20% Robusta Mischung.
Ein Bezugsvideo ist in meinem Post zum bodenlosen Siebträger zu finden. Wie man erahnen kann, liefert der Delizioso eine wirklich schöne Crema: feinporig, nicht ganz so dumpf und ganz so viel, wie die des Gran Crema, im Geschmack tendenziell säuerlich spritzg.
Genau diese anklingende Spritzigkeit mag ich. Der gesamte Geschmackseindruck ist ausgesprochen harmonisch. Die erdigen Robustanoten, die deutlich zu schmecken sind, fügen sich viel besser und geschmeidiger in das Aromaspektrum ein, als bei den anderen beiden Mischungen. Die milde Säure dominiert die erdigen Noten aüßerst elegant. Anklänge von Nuss und Schokolade blitzen gelegentlich auf.
Rückwirkend, wenn ich mein gustatorisches Gedächtnis abrufe, hat mir Delizioso am besten geschmeckt. Ich mag prickelnde, fruchtige Säure in meinem Espresso. Nur der Delizioso konnte diese Vorliebe bedienen. Der Gran Crema hat mir am wenigsten zugesagt und der Amabile war mir etwas zu mild. Denn stark (im Sinne von aromadicht) muss mein Espresso auch sein.
Ich denke der Delizioso eignet sich hervorragend als "Gastro-Espresso". Er ist relativ leicht in der Handhabung und liefert eine geschmackliche Vielfalt, die zu dem Preis und gerade in der üblichen Gastronomie kaum zu finden ist.
Ich als Single-Student leiste mir aber dennoch lieber für wenige Euro mehr, die LapuLapuBlend von Axel dem besten Barista der Stadt (sogar sage und schreibe der 5. beste Deutschlands - Grüße an Axel ;) ) mit der meine espressoliebende Zunge quasi groß geworden ist.

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