Donnerstag, 22. November 2012

AKTION EI CARE

Da direkt um die Ecke gelegen, bin ich am Samstag mal über den Heldenmarkt, die Messe für nachhaltigen Konsum, gelaufen. Über den Heldenmarkt selbst möchte ich aber gar nicht berichten. Sondern lediglich über das Regionalprojekt Zweinutzungshuhn - Ei Care, das auf dem Markt mit einem winzigen, unauffällgen Stand vertreten war.
Bei dem Projekt geht es darum, eine Hühnerhaltung zu realisieren und zu etablieren, die nicht, wie es vom Markt gefordert wird, auf extreme Legeleistung bzw. Mastleistung mithilfe von "High-End"-Hybridrassen fixiert ist, sondern versucht eben Eierproduktion und Fleischproduktion unter einen Hut zu bringen. Das heißt männliche sowie weibliche Küken der selben Rasse werden gemeinsam aufgezogen.
Für dieses kühne Vorhaben wird eine blaufüßige, französische Hühnerrasse, mit dem Namen "Les Bleus" (unter Feinschmeckern auch bekannt als Bresse-Huhn) genutzt. Die Hühner werden in kleinen Herden, selbstverständlich ökologisch, im Berliner Umland gehalten und sollen kleineren landwirtschaftlichen Betrieben eine Möglichkeit geben, sich gegenüber konventioneller Eier- und Hühnerproduktion abzugrenzen. Ich hatte leider noch nicht die Gelegenheit, das Fleisch zu probieren (die Eier nehme ich beim nächsten Einkauf auf jeden Fall mal mit), aber es soll einen deutlich prägnanteren Geschmack haben und durch eine dunklere Fleischfarbe überzeugen, als konventionelles (geschmacklich neutrales) Hühnerfleisch.
Die Eier und das Fleisch sind in ausgewählten Bio-Märkten in Berlin und Brandenburg zu haben. Preislich liegen die Produkte etwas über dem "Bio-Standard", was nachvollziehbar und sicherlich vollkommen berechtigt ist. Wer rückverfolgen will, woher seine Eier oder sein Fleisch stammen, der erfährt dies auf Bio-mit-Gesicht. Alle Stufen von der Futtermittelerzeugung, über die Haltung, bis zur Schlachtung sind regional organisiert und vollkommen transparent.
Das Projekt wurde initiiert von Naturland und wird unterstützt von Terra Naturkost.
Danke an Paulina für das tolle Gespräch und die Informationen.
(Für Freunde der bewegten Bilder)

Freitag, 16. November 2012

ZUHAUSE ANGEKOMMEN . . . IN BERLIN / TRES CABEZAS

Seit gut einer Woche wohne ich jetzt in Berlin und seit gestern Abend kann ich sagen: Ich bin angekommen! Der Stress des Umzugs hat sich gelegt, Zimmer und Küche sind eingerichtet und ich beginne mich in meinem neuen Kiez so langsam zu orientieren. Bei meinem alltäglichen Kiezerkundungs-Spaziergang habe ich gestern am frühen Abend das Tres Cabezas ausfindig gemacht, wo es geilsten Kaffee und aufgemotzte Maschinen gibt. Nach bisher eher mittelmäßigen Espressi von Blaue Bohnen in der eigenen Mühle und einem geschmacklich unterdurchschnittlichen aber preislich überdurchschnittlichen (freche 2,20€) Espresso im Barcomi's, habe ich endlich eine unmittelbare Anlaufstation für sämtliche Espresso- und Kaffee-Themen direkt um die Ecke im eigenen Kiez gefunden. Denn jedesmal wenn ich ne Bohne brauche, extra nach Prenzlauer Berg oder Mitte fahren, ist ja nicht das Gelbe.
Zurück zu Tres Cabezas: Vor Ort habe ich einen Berlin Gold getrunken. Der war echt verdammt gut. So richtig 1A. Zarte Säure, wenig Frucht aber ordentlich Bums. Die junge Dame hinterm Tresen war etwas schroff, aber stets kompetent und zuvorkommend. Für Zuhause habe ich mir noch 250g von einem Single Origin aus Honduras mitgenommen. 5,90€  bei Fairtrade und Bio-Qualität sind echt ein feiner Preis - ach und der Espresso-Shot hat sage und schreibe einen lächerlichen Euro gekostet.
Der Honduras (geröstet am 11.11 - perfekt) überzeugt Zuhause durch feine Süße und etwas eigenwillige Säure, die (bei etwas zu starker Extraktion) einen Drang zur Dominanz besitzt.
Wie auch immer...will sagen: ich fühle mich hier pudelwohl und bin gekommen, um zu bleiben!